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Klas Linroth: Die Influenza in epidemiologischer Beziehung
schaften, befallen wurden. Berichte liegen von 11 gewöhn¬ lichen Spitälern und 7 Krankenhäusern fär Geisteskranke vor. Der Verfasser glaubt diese eigentämliche Immunität der Armen- und Krankenhäuser dadurch erklären zu können, dass der beständige Aufenthalt der Patienten im Klima der Wohnung einen gewissen Schutz gegen die Krankheit verleihe. Von allen schwedischen Gefängmissen standen officielle ärztliche Berichte zur NVerfägung, die in den Tabellen auf den Seiten 80—382 zusammengestellt sind. Ueberall wurden die Gefängnisse sehr spät infizirt, gewöhnlich erst nach der Kulmination der Epidemie in den betreffenden Ortschaften. Ja, eg ist augenscheinlich, dass die Kerkermauern dem Her¬ vordringen der Krankheit ein viel grösseres Hinderniss dar¬ boten, als eine Entfernung von 500—1,000 Kilometer — mit den jetzt vorhandenen Verkehrsmitteln — im Stande war. Sobald aber die Krankheit in die Gefängnisse eingedrungen war, trat sie je nach der mehr oder minderen Isolirtheit der Gefangenen ganz verschieden auf. In den 42 Zell-Gefäng¬ nissen wo jeder Gefangene isolirt gehalten wird, erkrankten an näten von: d,528 nurses dölot4?/joboVon:diesen Gefängnissen blieben 16 mit 372 Gefangenen ganz verschont. In den Strafanstalten dagegen, wo die Gefangenen am Tage gemeinsam arbeiten missen und teilweise in gemeinsamen Schlafräumen untergebracht werden, erkrankte eine viel grösse¬ re Anzahl. HKine solche Anstalt, wo die Gefangenen mit Stein¬ hauen im Freien beschäftigt werden, konnte sogar von 267 Personen 232 Kranke zählen. Die Influenza hat sich also in Schweden als eine kon¬ tagiöse Krankheit gezeigt. Endlich werden einige Angaben ber die erhebliche Steigerung der Sterblichkeit während der Influenza-epidemie mitgeteilt, die aus der Tabelle Seite 90 ersichtlich sind. Zahlen entsprechender Grösse werden zwar nicht för Influ¬ enza in der officiellen Mortalitäts-Statistik der betreffenden Städte gefunden, aber eine nähere Präfung des statistischen Materials zeigt, dass zahlreiche Influenza-Todesfälle unter an¬ deren Namen wie Pneumonia und Phthisis pulmonum ver¬ zeichnet worden sind.
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