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Nordiskt medicinskt arkiv 1896

Originalsida 179
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Originalsida 178
Originalsida 179
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Sida 179

Postconceptionelle syphilitische Infection

NORDISKT MEDICINSKT ARKIY. Årg. 1896. N:r 3.

Posteoiieeptionelle syphilitische Inf ectioii gegeii das Ende der Schwangersclifift.

Von

Dr. EDVARD WELANDER

in Stockholm.

Die Uberfiihrung der syphilitischen Krankheit von der Mutter auf das Kind durch die Placenta — die Placentarinfection — hat nian friiher al» ziemlich zweifelhaft anoresehen, und hervorragende Auctoren haben sie geradezu verneint. Dass die Krankheit indessen in dieser Weise iibertragen werden känn, ist durch mehrere Krankheitsgeschichten iiberzeugend darg-ethan worden. Sowohl der Väter wie die Mutter ist bei der Conception vollkommen gesund gewesen, während der Gravidität aber ist die Mutter von Väter (öder auch von einer anderen Person) mit der Syphilis angesteckt worden, und das Kind hat sich dann ziemlich bald nach der Geburt mit Syphilis (erblicher, congeniter öder wie wir sie nun nennen woUen) behaftet gezeigt. Solche Fälle von postconceptioneller Infection kommen hin und wieder vor, und auch ich habe mehrere gesehen. Es ist jedoch nicht raeine Absicht, hier folgenden Krankheitsfall zu besprechen, um einen weiterer Beweis fiir diese Art von Infection zu erbringen. Ich veröffentliche diesen Fall, weil er ein ziemlich zuverlässiger Beweis dafiir ist, dass auch dann, wenn die Mutter sich erst während der letzten Zeit, ja so spät während der Gravidität Syphilis zuzieht, dass die sogenannten constitutionellen Symptome bei ihr nicht vor der Entbindung zum Ausbruch gelangen können, das syphilitische Gift gleichwohl durch die Placenta dem Fötus zugefiihrt werden und die Syphilis dann beim Kinde in ganz derselben Weise und in der-

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