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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

Originalsida 511
Originalsida 511
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Originalsida 511
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Sida 511

Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)

CBER DIE senilen RtJCKENMARKVERÄNDERUXGEN. 55

ner. In den vorderen zwei Dritteilen der Hinterstränge findet sich eine reichliche Menge Gefässe mit verdickteu Wänden. Es ist besonders dia Media, aber auch die Adventitia, die veräudert sind. Vielfach ist auch die Intima verdickt und das Lumen verengt. Die Elastica ist sehlecht färbbar. In den iibrigen Teilen des Querschnittes sind die Gefässveränderungen weniger ausgesprocben, am wenigsten in der grauen Substanz. Die Kapillare in dieser sind von sklerosiertem Ausseben. — Die peripbere Gliascbicbt ist besonders an den Seitensträngen verdickt. Die Gliasepta sind zahlreicber und stärker als normal. Um die verdickten Gefässe herum, also vorzugsweise in den Hintersträngen, ist die Glia vermehrt. Gliastreifen strablen von den gliösen Gefässmäntehi aus. Im vorderen Teil der Hinterstränge ist die Gliavermcbrung mehr diiius. Der Zentralkanal geschlossen, sein Epitbel proliferiert. Die Zellen entbalten Fettkörner. Dieselben liegen in Gruppen, von verdichteter Glia umgebeu. Im binteren Teil der Hinter- und Seitenstränge den Septa und Gefässen entlang findet sich eine ganz geringe Anzahl Corpora amylacea. — Geringer Ausfall von Xervenfäden ist an den Stellen vorhanden, wo die Glia vermehrt ist. Die Marcbi-Präparate zeigeu zerstreute, nicht sonderlich zahlreiche, degenerierende Xervenfäden, ara meisten in den Hintersträngen. — Die Ganglienzellen sind stark pigmentiert. Häufig wird im Zentrum der Zellen Feinkörnigkeit des Tigroids wabrgenommen. — In der dorsalen Region sind die Veränderungen analog. Die Gefässveränderungen und die perivaskuläre Gliavermebrung sind doch in den Seitensträngen mehr ausgesprocben. Die peripbere Gliaverdicbtung ist geringer als im Lumbalmark. Im oberen Teil ist die Gliavermebrung und der Xervenfadenausfall auflallend stark ausgesprocben in den GolFscben Strängen. — Inmitten des Dorsalmarkes findet sich auf einer ganz kurzen Strecke (in der Längsrichtung) au einem verdickten Gefäss lateral vom Zentralkanal eine bedeutende Proliferation von glatten Muskelzellen, rundliche Auswiichse an der lateralen und hinteren Wand des Gefässes bildend (siebe Fig. 4). Sie sind im Durchmesser grösser als das Gefäss, und sie geben unmittelbar in die Muscularis desselben iiber. Die Zellen haben einen äusserst unregelmässigen Verlauf ; sie kreuzen sich in allén Richtungen. An mehreren Stellen laufen sie doch bauptsäcblicb zirkulär (sind längsgeschnitten auf dem Querscbnitt). — Die Ganglienzellen in den vorderen Hörnern sind weniger pigmentreich als in der Lumbalregion. Die Clarke'scben Zellen entbalten Pigment in reichlicber Menge. Häufig ist zentrale Tigroh'se vorhanden. In mebreren Zellen ist der Kern nierenförmig und exzentrisch liegend. Am konkaven Kände desselben Aubäufung von Tigroid. Andere Zellen zeigen bedeutende Anschwellung und Tigrolyse. ■ — Im Cervikcdmark ist, mehr als im vorhergebenden, die Gliavermebrung und der Xervenausfall nach den Goll'- schen Strängen lokalisiert. Die Veränderungen können makroskopisch auf den Präparateu wahrgenommen werden. In den Seitensträngen ist die perivaskuläre Gliose stärker als an derselben Stelle im Dorsalmark.

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