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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)
iJBER DIE SEXILEN RUCKENxMARKVERÄNDERUNGEN. 57
Rippe und breitet sich auf der Pleura costalis auf einem 6 bis 7 Cm. grossen Gebiet aus. Mehrere kleiuere Tumorknötcbeu finden sich hier ringsum. Im linken Pleura-Sack ein recht reichliches, gelbes, triibes Exsudat. — In der linken Axilla geschwulstdegenerierte Lymphdrtisen.
— Die Lungen sind senil erapliysematös mit geröteter, schleimbelegter Bronchialschleimhaut. — Das Herz ist klein, mit stark atrophischem Fettbelag. Geringe Valvulosklerose. Spärliche myokarditiscbe Schwarten gegen die Spitze zu. In den Coronargefässen spärliche sklerotische Flecke. Die Aorta stark sklerosiert, zum Teil kalkinkrustiert.
— Die iibrigen Orgaue zeigen senile Atrophie, aber im iibrigen keine bemerkenswerte Veränderungen.
Pathologisch-anatomische Diagnose: Cancer mammae sin. c. infiltrat, parietis thorac. et metast. lymphogland. axillae sin. + Emphysema pulm. + Bronchit. chron. + Arteiio- et Cardiosclerosis.
Ruckenmark. Die weichen Häute etwas verdickt. In der Dorsalregion finden sich in deuselben eiuzelne kleine Knorpelplatten.
Mikroskopische Uiitersuchnng. Lumbosacralregion. Die Pialgefässe, insonderhcit die grösseren, zeigen eine recht bedeutende Verdickung der Intima und Spaltung der Elastica in zwei öder mehrere Schichten. Media und Adventitia sind gleichfalls verdickt, am meisten in den hinteren Teilen des Kuckenmarks. In der Media finden sich recht zahlreiche Fettkörner. Uber dera ganzen Querschnitt, aber vor allem in den Seiten- und Hintersträngen, sind zahlreiche Gefässe mit mehr öder weniger -verdickten Wänden und bisweilen verengertem Lumen zu sehen; die Elastica ist schlecht färbbar. In der grauen Substanz sind die Gefässveränderungen wenig hervortretend. In den grösseren Getassen ist ira allgemeinen geringe Verdickung der Media und der Adventitia vorhanden. Die Kapillare haben ein sklerosiertes Aussehen. — Die gliöse Raudschicht ist im hinteren Teil der Seiteustränge und in den Hintersträngen verdickt. Benachbarte Teile des Glianetzes sind in der hinteren Partie der Seiteustränge etwas verdichtet. Die Gefässe sind in den Hintersträngen umgeben von dicken Gliamänteln, von weichen Gliaproliferation diffus öder strahlenförmig ausgeht. Ahnliche Veränderungen finden sich auch in den Seitensträngen, obgleich in bedeutend geringerem Grade. Der Zentralkanal ist geschlossen, das Epithel iDroliferiert, die Zellen fetthaltig. Die umgebende Glia ist verdichtet. Im hinteren Teil der Hinterstränge und in den hinteren Wurzeln finden sich ziemlich zahlreiche Corpora amylacea. Einzelne solche werden auch in den iibrigen Teilen des Querschnittes angetroffen. — An den Stellen, wo die Glia vermehrt ist, ist entsprechender Ausfall von Xervenfäden vorhanden. Die Marchi-Präparate zeigen ganz geringe Degeneration, am meisten in den Hintersträngen. — Die Nervenzellen sind stark pigmentiert. Einzelne Zellen sind atrophisch. In manchen Zellen ist zentrale Tigrolyse, in anderen Anhäufung des Tigroids am Kern vorhanden (siehe Fig. 9). — Die Dorsalregion bietet ähnliche Veränderungen dar. Doch sind im oberen Teil die Gefässveränderungen in den Hintersträngen weniger ausgesprochen als in der vorhergehenden Abteilung. — Die Ganglienzellen in den vorderen Hörnern sind nicht sonderlich stark pigmentiert.
Nord. med. arkiv, 1904. A/d. II, n:r 11. 5
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