Sida 188
Postconceptionelle syphilitische Infection
10 NORD. MED. ARK., 1896, N:r .3. - EDVARD WEl^ANDEU.
ihren Ubergang in den Fötus verhindern kunnen, gleicliwie 68 uns vielleicht auch möglich gewesen wäre, die Verbreitung der syphilitischen Mikroben im Körper der Mutter einzuschränken. Diese ist wenigstens meine Ansicht, und ich fiir meinen Theil wiirde, wenn ich in solchen Fallen die Sklerose bei der Mutter bei Zeiten hatte diagnostisiren können, nicht o-ezöo-ert haben, die Mutter in der obengenannten Absicht einer Hg-Behandlung zu unterwerfen, von der ich weiss, dass Quecksilber schnell und kraftig absorbirt wird.
Sollten wir nicht aus dem obigen Kaisonnement die Consequenzen ziehen, dass in jedem Falle von Syphilis mit der Behandlung mit Quecksilber zu beginnen sei, noch ehe sich constitutionelle Symptome eingestellt haben? Dieses ist auch meine Ansicht, und wenn auch von einigen Seiten Anmerkungen gegen diese Art des Zuwegegehens gemacht worden sind, so habe ich gleichwohl in Ubereinstimmuno- mit dieser meiner Ansicht seit einer Keihe von Jahren, sofort mit der Hg-Behandluno; begonnen, wenn ich die Diagnose mit voller Sicherheit auf Sklerosis stellen konnte. Ich habe Jceinen Fall gesehen, wo ich den fferinsrsten Grund gehabt hatte anzunehmen, dass diese zeitio;e Behandluno^ in irg-end vrelcher Hinsicht schädlich gewesen sei, wohl aber habe ich in einer Menge von Fallen geglaubt, Ursache zu der Annahme zu haben, dass eine solche zeitige Behandlung mit Hg (mit nachfolgender kräftlger, intermittenter Behandlung) den Verlauf der syphilitischen Krankheit gemildert hat.
Ich känn nicht einsehen, weshalb wir bei dieser Krankheit im Streite mit der Auffassung handeln sollen, von der wir uns bei allén den anderen Bacterienkrankheiten leiten lassen, nämlich dass es das Beste ist, die Bacterien so bald wie möglich, am liebsten noch ehe sie sich im Organismus verbreitet haben, zu tndten zu versuchen.
Stockholm ISOfi. Kiincjl. Boktn-ckcriet.
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