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Nordiskt medicinskt arkiv 1896

Originalsida 587
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Originalsida 586
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Sida 587

Bemerkungen und Beiträge zur pathologischen

ZUR pathol. anatomie d. ly.mphat. makroglossie. 15

abgeschlossene Bildungen dar, wolclic nirgends Gelegenheit zum näheren Studium ihrer Entwickelung bieten. Es känn ja nicht zweifelhaft sein. dass ein innerer expansiver Druck die Hauptrolle spielt, wie die namhafte Evweiteruug der Bindegewebsspalten und Lymphgänge in den Muskelbiindeln und den NuHNschen Driisen hinlänglich bezeugen. In wie fern sich aber eine selbstständige Wucherung der Endothelzellen in irgendwelcher "Weise dabei betheiligt hat, lässt sich jetzt nicht entscheiden, Und in diesem Zusammenhange niöchte ich hervorheben, dass es mir iiberhaupt in diesem Falle nicht gelungen ist Bilder zu Gesicht zu bekommen, welche fiir eine Neubildung von Lymphgefässen in der angegebenen "Weise d. h. durch aktive Eudothelwucherung sprechen. Dennoch tritt in der submucosa und mucosa des Zungenruckens, wo die Angiombildung oftenbar in stetem Fortschreiten begriÖen ist, eine Neubildung von charakteristischen Lymphbahnen so deutlich zu Tage, dass die Zungengeschwulst ohne Anstånd als echtes Lymphangiom bezeichnet werden darf. Einmal nämlich zeio-en die im all^emeinen nur raässig dilatirten und varicösen Lymphgefässe in den unteren Theilen der Papillen eine aufiallende Verlängerung und uuregelmässige bisweilen beinahe spiralige Schlängelung, ehe sie in die blasigen papillären Hohlräume iibergehen. Zweitens aber und als wichtigsten Befund sieht man in der mit Rundzellen dicht infiltrirten Zone enge in die erweiterten Lvmphgefässe sich öfinende Spalten und Kanäle. Unter diesen zeigen einige scharfe deutlich endotheliale Begrenzung, andere werden nur von reihenweise und oft in ziemlichen Abständen von einander stehenden bauchigen Spindelzellen begrenzt ohne wirkliche continuirliche Auskleidung, andere endlich nehmen sich nur als einfache Liicken öder Dehiscensen im Gewebe aus. Wie ich meine känn man schwerlich umhin, in diesen verschiedenen Bildern den Ausdruck zu erblicken fur immer huhere Stufen in einer Entwickelung von neuen Lymphgefässen in uud aus dem Bindegewebe selbst, und zwar in guter Ubereinstimmung mit dem oben erwähnten »heteroplastischen» Bildungsmodus. Gerade die Gegenwart von jungen Spindelzellen, welche, so viel ich ersehen känn, unmittelbar imd ohne Dazwischenkunft von anderen Elementen die Kanallichtung umsäumen, scheint mir sehr dafiir zu sprechen, dass das Bindegewebe selbst die Endothelauskleidung der neu entstehenden Lymphkanäle hervorbringt durch Umwandlung und Anpassung der in

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