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Bemerkungen und Beiträge zur pathologischen
14 NORD. MED. ARK., 1896, N:'/ 14. M. V. ODENIUS.
gelockerte Bindegewebe, Zellen welche, wie die Lymphthromben zeigen, in recht bedeutender Menge vorhanden sind.
Es erubrigt noch mit einigen Worten die Vorgänge zu besprechen, durch welche die Vermehrung und Vergrösserung der Lymphbahnen in dieseni Falle zu Stande kommen. Bekanntlich sucht man wenigstens theoretisch streng zu unterscheiden zwischen der einfachen Erweiterung der Lymphgefässe, Lyraphangiectasie, und dem echten mit wirklicher Neubildung -von Lymphgefässen verbundenen Lymphangiom. In seinen Hauptziigen wird dieser Unterschied ira allgemeinen so dargestellt, dass während bei der einfachen Dilatation die Endothelauskleidung entweder Liicken zeigt eder höchstens so weit gewuchert ist, dass ein continuirlicher Wandbelag erhalten bleibt, tritt hiugegen beim Lymphangiom eine aktive — ubrigens von Åkerman (1. c.) durch Nachweis von Kerntheilungsfiffuren konstatirte — und viel ausgiebiiicre Proliferation der Endothelzellen hervor, wodurch Material zu selbstständiger Entwickelung von wirklich neuen Lymphbahnen geliefert wird. Au8 den gewucherten Lymphendothelzellen bilden sich nämlich zunächst, und zwar besonders an den Enden von Verzweigungen öder Ausläufern der Lymphgefässe, solide Zellenmassen, in denen sodann Kanäle und Hohlräurae entstehen, welche mit den präexistirenden Lymphgefässen in Verbindung treten und allmählich den Charakter echter Lymphgefässe annehmen. Xach einer Angabe von Wegner ^) schien es sogar »als wenn von den Lymphcapillaren solide, sich weiterhin aushöhlende Scitensprossen ausgingen und sich in die dichten Zelleninfiltrationen hinein verloren»; mithin ein wirkliclies Analogon zu der Blutj^efässneubilduno;. Eine Vermehruns; und Ausbreitunir des Lymphgefäss-systems beim Lymphangiom wird gleichfalls, wenn auch in etwas abweichender Weise, herbeigefiihrt durch das Ubergreifen des Lymphgefäss-systems auf die eigentliche Bindegcwebssubstanz (Klebs) öder das Verschieben der Grenze der wahren Lymphgefässe gegenuber den Lymphspalten (Unna), wobei natiirlich Zellenthätigkeit ebenfalls in Anspruch genommen wird. Ein soldier »heteroplastischer» Bildungsvorgang wird alli^emein antjcnommen, und auch Akerman glaubt deneelben konstatiren zu können.
In vorliegendein Falle stellen sich die cavernösen Hohlräume in den tieferen Partien der Zunjie als fertige bereits ') 1. c, S. 658.
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