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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)

UBER DIE SENILEN RUCKENMARKVERANDERUNGEN. 3

verknöcherten MeniDgen. Geist -^) gibt eine derjenigen Rokitansky's ähnliche Beschreibung. Durand-Fardel ^^) hat das Riickenraark bei 23 alten Leuten (iiber 60 Jahre) untersucht. Er sagt, es sei im allgemeinen kleiner als normal, aber seine Atrophie gleiche gewöhnlich nicht der des Gehirns.

In einem Bericht Iiber die Sektionsbefunde bei 322 Sektionen an Personen verschiedenen Alters gibt Lenhossek ^^) unter anderera einen kurzen Bericht iiber von ihni gefundene fiir das Senium charakteristische RiJckenmarkveränderungen. Das Riickenmark war häufig in seinem ganzen Umfang atrophisch. Knochenplatten fanden sich in der Arachnoidea, vorzugsweise in der Lumbalregion. Amyloidkörper wachsen mit der Pia in das Riickenmark liinein. Bisweilen war Sklerosieruno- verschiedener Partien des Riickenmarks vorhanden. Chrastina ^) erwähnt die senile Ruckenmarksatrophie. Wille ^^) untersuchte das zentrale Nervensystem in einigen Fallen von seniler Demenz. Er fand, dass das Riickenmark eine der des Gehirns ähnliche Atrophie zeigte. In einzelnen Fallen wurden hochgradige Verdickung und Zusammenwachsuno; der Häute sefunden. In einigen Fallen wurden kleine Erweichungsherde beobachtet. Die mikroskopische Untersuchung deckte keine Veränderuno-en auf, mit Ausnahme von häufio; vorkoramenden »Körnchenzellen».

Der erste, der den senilen Veränderungen in der Medulla spinalis ein eingehenderes Studium widraet, ist Leyden.^^) Er schildert dieselben kurz wie folgt. Die Häute sind meistens verdickt. Häufig ist die Menge der Cerebrospinalfliissigkeit vermehrt. Eine deutliche Volumenverminderuno- des Riickenmarks wird selten beobachtet. Die histologischen Veränderungen sind bedeutend. Corpora amylacea sind vorhanden und hauptsächlich nach der Randzone, der Umgebung des Zentralkanals und längs den Blutgefässen lokalisiert. Die Ganglienzellen sind häufig pigmenthaltig, atrophisch. Selten ist Atrophie der Seitenstränge, vereinzelt eine solche der Gollschen Stränge vorhanden. Arterienveränderungen sind gewöhnlich: verdickte Adventitia, häufig mit Pigment, verdickte Intima, bisweilen homogene Sklerosierung der feineren Gefässe. Bisweilen sind Thromben vorhanden, welche in seltenen Fallen miliare Erweichungsherde verursachen. Leyden meinte, diese Veränderungen könnten in manchen Fallen klinische Symptome hervorzurufen, wie Tremor, Parese (»die paralytische Schwäche»)

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