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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)
tjBER DIE SENILEN RrCKENMARKVERÄNDERUNGEN. 5
Retraktion findet im iibrigen auch an anderen Stellen im Riickkenmark statt, sowohl in der granen wie in der weissen Substanz, 'SO dass »Hohlräume» im Gewebe entstehen. Er niramt an, dass die nun erwähnten Veränderungen im Ruckenmark Störnngen in der Motilität, Muskelatrophien, Herabsetzung der Sensibilität bewirken können. In seiner Kasuistik berichtet er iiber einen Fall, wo die klinischen Symptome (Motilitätsstörunsren) ihre Erklärungf durch die nachjjewiesene arteriosklerotische Ruckenmarksläsion erhalten. Hieruber doch ausfiihrlicher in einem späteren Kapitel.
Ein Autor, der den senilen Riickenmarkveränderungen ein besonders eingehendes Studium scewidmet hat, ist De-MANGE. 10—13) In erster Linie hat er die klinische Bedeutung derselben studiert, und seine Arbeiten hieriiber diirfen mit Recht zu den grundlegenden auf diesera Gebiet gezählt werden. Das Resultat seiner anatomischen Untersuchungen, die Personen iiber 70 Jahre betreffen, ist kurz folgendes. Die Atrophie ist weit weniger ausgesprochen als im Gehirn und wird erst bei hochgradio;em Marasmus bemerkbar. Die Farb edes Riickkenmarks ist schmutzig weiss, seine Konsistenz vermehrt, Die Pia getriibt, zum Teil öder in ihrem ganzen Umfang verdickt. Häufig finden sich Knochenplatten in derselben. Corpora amylacea sind in reicblicher Menge vorhanden, zerstreut iiber die ganze weisse Substanz; sie sind bisweilen auch in den vorderen Hörnern zu findeu. Die motorischen Zellen enthalten gelbes Pigment. Der Ependymkanal ist gewöhnlich obliteriert. Die Stiitzsubstanz ist vermehrt, die Anzahl der Kerne grösser als normal. Die Gefässveränderungen sind bedeutend. Nicht ungewöhnlich ist eine Endarteriitis, die das Lumen verengt. Bei hochgradigeren Veränderungen kommt eine Periarteriitis hinzu, die indessen auch isoliert vorkommen känn. In per Gefässwand ist bisweilen Fett vorhanden. In den Lymphscheiden werden häufig Amyloidkörper angetroffen. Bei stärker Periarteriitis sieht man um die Gefässe eine sklerosierte Zone, von welcher das Stiitzgewebe sternförmio; ausstrahlt und gleichsam die Nervenfäden erdrosselt. Diese Sklerose ist gewöhnlich auf die weisse Substanz begrenzt. In zwei Fallen fand Demange aneurysmatische Erweiterung der Gefässe. Ein und das andere Mal wurden miliare Blutungen gefunden. — Er beschreibt einige Fälle eines Krankheitsbildes, dem er die Bezeichnung »contracture tabetique des atheromateux» beigelegt hat, das
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