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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)

12 NORD. MED. ARK., 1904, AFD. II, N:R 11. — EINAR RODHE.

Verändenmo;en nach Annahme von nicht wenigen Verfassern (DuBiEF, Kedlich, Ketscher, Sander u. a. m.) das anatomische Substrat der Krankheit bilden, haben dagegen andere Forscher (FtJRSTNER, Erb, Oppenheim, Cambell u. a. m.) die Meinung ausgesprochen, dass die gemachten Befunde nicht in kausalem Zusammenhang mit der Paralysis agitans stehen, sondern nur reine Altersveränderungen seien. Kontrolluntersuchunofen an rein senilen Riickenmarken sind daher gemacht worden, um Klarheit in der Sache zu gewinnen, was indessen noch nicht gelungen zu sein scheint. Da es ausserhalb des Rahraena dieser Arbeit liegt, die Frage von dem Verhältnis der Paralvsis agitans zur senilen Rilckenmarksklerosierung zu diskutieren, ubersehe ich die bei dieser Krankheit gefundenen Veränderungen und berichte nur kurz iiber die vorerwähnten Kontrolluntersuchungen.

DuBlEF ^^) hat eine grosse Anzahl seniler Riickenniarke untersucht (eine Kasuistik hieriiber Hndet sich doch nicht in der Abhandlung des Verf.). Die gefundenen Veränderungen, die ganz summarisch erwähnt werden, waren: verdickte Häute; Dilatation und Verdickung der Gefässe; Erweiterungr des Zentralkanals, dessen Lumen von proliferierenden Ependymzellen ausgefiillt wird; zahlreiclie Corpora amvlacea; variköse Achsenzylinder. — Die Veränderungen Avaren nur graduell von deneo bei Paralysis agitans verschieden.

Ketscher ^^) hat 7 senile Ruckenmarke untersucht (Alter 60 — 75 Jahre). Die Ganglienzellen waren immer stark pigmentiert; einige entbehrten Kerne. Die Rindenschicht war mehr öder weniger verdickt. In einitjen Fallen ginnren von dieser auf das Zentrum zu feinere, in anderen gröbere Streifeo aus. In einigen Fallen wurde eine besonders starke Entwicklung dieser Streifen in den i)eripheren Teilen der Marksubstanz beobachtet, wobei ein zienilich dichtes Netz gebildet wurde. In vielen Fallen waren die Gliakerne vermehrt, besonders in der granen Substanz. Das Gliagewebc war in einigen Fallen unbedeuteud, in anderen bcdeutend vermehrt. In allén FAllcn wurde die stftrkste Vermehrung in den Hintersträngen, besonders um das Septuni postcrius, domn.'U'hst in> hinteren Tcil der 8eitenstr.'lnge, vorzugsweise in don Pyrumidenbahnen gefunden. In diesen Teilen war das Gliajjewebe mehr öder weniger vermehrt, auch um die einzolnen Nerveniilden hcrum, während in den iibrigen Teilen der SeitenstrUnge

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