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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)

tJBER DIE SENILEX RllCKENMARKVERÄNDERUNGEN. 11

nischer Bedeutung sind. Die Ruckenmarkhäute sind verdickt, ihre Gefässe sklerosiert. Sowohl in der grauen als in der weissen Substanz ist eine grosse Anzahl Arterien mit hypertrophiechen Wänden (zumeist Periarteriitis) und Venen zu finden, die auf Grund erschwerten Abflusses mit Blut gefiillt sind. Viele dieser Gefässe sind Zentren einer mehr öder weniger weit vorgeschrittenen Sklerose der Uragebung. Der Prozess känn diffus sein; er känn sich aucli mehr und weniger lokalisieren. Degeneration der Nervenfäden in den Hinter- und Seitensträngen känn entstehen; bisweilen sind Erweichungsherde vorhanden. Die Sklerose beschränkt sich nicht auf bestimmte Bahnen, sondern greift auf benachbarte hinliber. Häufig ist sie mehr ausgesprochen auf der einen Seite. Die Sklerose ist ersichtlich vaskulären Ursprungs. Die Verfasser meinen, dass die von ihnen wefundenen, fjewöhnlich unbedeutenden Gehirnveränderung-en auf die Entstehuno- der Parese keinen Einfluss haben, halten diese vielmehr fiir medullären Ursprungs.

Crouzon und Wilson ^) untersuchten das Riickenmark von einem 68-jährigen Manne (auf Grund des schlechten Zustandes des Pat. konnte keine klinische Untersuchung gemacht werdeu). Sie fanden eine Sklerosierung der Seitenstränge, hauptsächlich die Pyramidenbahnen treffend. Aufwärts gegen die Medulla oblongata verschwand die Sklerose. In den Hintersträngen war auch Sklerose vorhanden, beginnend im unteren Dorsalmark und sich aufwärts streckend. Sie nahm die GolVschen Stränge und den ventralen Teil der Hinterstränge ein. Die Verf. rechnen den Fall zu den kombinierten senilen Sklerosen, analog mit den von Demange und Pic und Bonna-MOUR beschriebenen Fallen.

In einer orOsseren Arbeit ttber kombinierte Sklerosen im Riickenmark beriihrt Crouzon ') auch die im Senium vorkommenden. Er fuhrt mehrere Fälle an, die nur klinisch studiert sind. Die Krankheitsbilder, die er beschreibt, sind denen ähnlich, die von Pic und Bonnamour beschrieben worden sind.

Das Studium der anatomischen Funde bei Paralysis agitans hat die Kenntnis auch von den senilen Ruckenmarkveränderungen etwas erweitert. Bekanntlich sind in vielen, vielleicht den meisten, Fallen von Paralysis agitans, die anatomisch untersucht worden sind, im Riickenmark sklerotische Prozesse nachgewiesen worden, die von den Gefässen sowohl in der grauen als in der weissen Substanz ausoing-en. Während diese

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