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Nordiskt medicinskt arkiv 1895

Originalsida 494
Originalsida 494
Originalsida 494
Originalsida 495
494–495

Sida 494

Tandskador vid förvärvad syfilis

4 NORD. MED. AHK., 1895, N:r 16. EDVARD WELANDER.

mit diesen Frage etwas näher zu beschäftigen, wobei sehr verschiedene Ansichten aufgestellt worden sind.

Einige Auctoren so z. B. Fournier sägen, dass eine fehlerhafte Implantation der Zähne, fehlerhafte Grösse, Vulnerabilität derselben u. s. w. in heriditärer Syphilis ihre Ursache haben können; wenn dieses aber auch zuweilen der Fall sein känn, so haben wir doch nur eine sehr geringe Stiitze, um auf Grund hiervon die Diagnose auf ein verflossenes Stadium von hereditärer Syphilis stellen zu können, indem solche Zahnanomalien oft auch bei Personen vorkommen, bei denen gar nicht die Kede davon sein känn, dass sie durch vererbte Syphilis verursacht worden sind öder dass hereditäre Syphilis in irgend welcher Weise zu ihrem Entstehen beigetragen hat.

Die Zahnveränderungen, von denen wir mit etwas mehr Grund annehmen können, dass sie in vererbter Syphilis ihren Ursache haben, sind die Bildungsanomalien, die wir gewöhnlich als Erosion der Zäbne bezeichnen. Dieser Ausdruck ist zwar unrichtig, da wir ja in der Regel unter Erosion einen Schaden, eine Zerfressung einer vorher gesunden Körperfläche an der einen öder der anderen Stelle verstehen, doch ist es ein allgemeiner Brauch geworden, damit keine Zerfressung eines vorher gesund entwickelten .Zahnes, sondern eine krankhaft veränderte Entvvickelung der Schicht des Zahnes, die der sichtbaren Zahnerosion entspricht, in ihrer Ganzheit — also des Emails wie des Dentins — zu bezeichnen.

Solche Zahnerosionen können von sehr verschiedenem Aussehen und sehr verschiedener Ausdehnung sein. FouRNlER hat eine bedeutende Menge solcher Erosionen beschrieben, die aber, streng genommen, nur Variationen von den von Magitot aufgestellten Typen sind. In practischer Hinsicht scheint es mir jedoch völlig hinreichend zu sein, wenn ich, wie Stern-FELD es gethan hat, von ihnen nur einige Haupttypen hervorhebe.

Diese Erosionen können nun als punktförmige kleine Grubchen im Zahne auftreten, die oft in horizontale Reihen geordnet sind, öfter aber mit einander confluiren, sodass sie eine deutliche horizontale Furche bilden; mitunter findet man Zähne mit zwei, ja sogar drei solchen parallelen horizontalen Furchen in der Krone. Bisweilen sind diese Erosionen in dem Email tiefer und ausgedehnter, so dass in einzelnen Fallen das Email an dem ganzen freien Ende des Zahnes geradezu weg ist und

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