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Nordiskt medicinskt arkiv 1895

Originalsida 493
Originalsida 493
Originalsida 492
Originalsida 493
492–493

Sida 493

Tandskador vid förvärvad syfilis

FEHLERHAFTE ZAHNBILDUNG BEI ERWORBENER SYPHILIS. 6

Da es keinen Theil des inenschlichen Organismus giebt, wi) das syphilitische Gift — sei es nun vererbt öder durch rpbertragUDg nach der Geburt in den Organismus gelangt — >ich nicht localisiren känn, so ist es ganz naturlich, dass wir in vielen, ja vielleicht in allén Theilen des Körpers Spuren von einem vielleicht schon längst abgelaufenen hereditären svphilitischen Krankheitsprocess linden können. Wir linden auch, sowohl in der Haut und der Schlimhaut, wie im Knochensystera u. s. w. Veränderungen, vvelche fiir die Wahrschein-Hchkeit friåherer hereditärer syphilitischer Leiden sprechen; iL>cli giebt es einige Veränderungen, die vor allén anderen irteignet sind, den Gedanken an eine abgelaufene hereditäre vjihilitische Affection zu wecken und dieses sind die Veränderungen in den Ohren, Augen und Zähnen, welche man nach FouRNlER mehr und mehr die HuTCHrNSON'sche Triade zu neniitn pflegt, weil HuTCHlNSON es ist, der zuerst die Aufmerk- >;unkeit auf ihre grosse Bedeutung gelenkt hat. Von diesen '■'eränderungen will ich hier nur diejenigen besprechen, welche di»' Zähne betreffen.

Da dieselben indessen so verschieden beschrieben werden \iiid ihrer diagnostischen Bedeutung ein so verschiedenes Gewicht beigelegt wird, dass der eine demjenigen gradezu allén Werth abspricht, was der andere als pathognomisch bezeichnet, habe ich es als nicht unzweckmässig erachtet, hier eine kurze Darstellung der wichtigsten Momente dieser in practischer Hin- -ifht allés andere als unwichtigen Frage zu geben.

Schon gegen das Ende der lunfziger Jahre raachte HuT- ( iiiNSON darauf aufmerksam, dass parenchymatöse Keratitis '.le-onders oft bei jiingeren Personen vorkommt, auf welche die ^vphilitische Krankheit vererbt worden ist. Er fand, als er sich diesen Studien mehr und mehr widmete, dass in derartig<,'D Fallen mitunter schwere krankhafte Veränderungen im (inneren) Ohre vorkamen, aber auch, dass eine Menge der mit jitirenchymatöser Keratitis behafteten Personen auch Fehlerliaftigkeiten hinsichtlich der Beschaffenheit der Zähne zeigten. Ili-sonders hob er eine fehlerhafte Bildung der beiden oberen Mittelschneidezähne als ein so gut wie pathognomisches Zeichen von heriditärer Syphilis hervor.

Trotz fernere Arbeiten Hutschinsons iiber diesen Gegen- >tand känn man doch sägen, dass es eigentlich erst in den litzten 15 Jahren gewesen ist, wo man angefangen hat, sich

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