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Artur Vestberg: Über die biologische Bedeutung der krankhaften Erscheinungen
10 NORD. MED. ARK., 1904, AFD. II, N:R 9. — ARTUR VESTBERG.
Kesultat einer pathologischen Anpat-suiiir während der vorherofeheuden Entwickluno; anzusehen. Audererseits miissen die individuellen Variationen dieses Vermögens durch Einwirkung auf die naturliche Auslese ja immer weiter diese Aupassung fördern.
Zwei einander entgegengesetzte Gruppen von krankhafteu Erscheinungen scheineu auf den ersten Blick hin wenig geeignet, um irgend eiuem wesentlichen Teile nach als Ausdruck einer nutzlichen Anpassung des Organism us erklärt werden zu können. Und ein Versuch in dieser Richtung ist auch nieines Wissens in Bezug auf sie nicht gemacht worden. Die eine Gruppe besteht aus den Erscheinungen, die unter der Bezeichnunorcgressive Eruähruvfjsstöningeji zusammengefasst zu werden pflegen, die andere unifasst die am meisten progressiven, nämlich die echten Geschiviilsfe. Man könnte meinen, dass die ersteren einen reaktionsfreien, rein deletären Verlauf darstellen, die letzteren, die Geschwulste, dagegen eine Reaktion in absurduni, ausschliesslich zuni Schaden des Organisnuis. Indessen diirfte eine nähere Untersuchung nicht einnial hier die Möo-lichkeit von fiir die Selbstverteidii^ung niitzlichen Seiten ausschliessen können. So scheint mir recht annehnibar, dass das Verniögen der Atrophie der Ausdruck einer niitzlichen Anpassung des Gewebes an pathologisch verschlechterte Ernährungsbedingungen sein känn. Ohne dasselbe wiirde das Gewebe leichter der Nekrose anheimfallen. Die Nrl.ro.sc ist uaturlich an und fiir sich eine rein deletäre Erscheinung, aber das Verniugen zu eineni nur lokalen Absterben (wie gleichfalls zu der Reaktion, die dann die abgestorbene Partie entfernt und ersetzt) ist eine wertvolle Eigenschaft des Organismus. Auch in den verschiedenen Formen der GctvebsiJcgcucratioii diirfte man ein niUzliches Vermögen der Zelle vorauszusetzen haben, ihren einseitig gesturten Stofiwechsel in ein neues Gleichgewicht zu inringen, so dass der Erniihrungsniechanismus nicht unmittc.dbar stehen bleibt und Nekrose eintritt. Recimet nuin zu dieser Gruppe auch die GvKchsnifiltnttionen, so ist z. B. die ]'< rl.dll.innf in vielen FiUlen ein Glied in der r^nschädlichmachung von dem Leben des Körpers fremden und scli;idli('hen, organisclu'n Stolfen innerhalb desselben.
Schwerer ist es bei unserer gegenwJirtigcn Kenntnis von den Gcschiriilsfcii, in dem Auftreten derselben irgendwie eine
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