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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

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Artur Vestberg: Über die biologische Bedeutung der krankhaften Erscheinungen

14 NORD. MED. ARK., 1904, AFD. II, N:R 0. — ARTUR VESTBERG.

zwischen »pathologisclis und :>phsysiologisclr> unhaltbar. Sobald aber diese ursprimglich physiologischen Reaktionen in einem pathologischen Prozess, z. B. einer Entziindung, einen Grad und eine Kombination erreicht haben, wie sie nie unter physiologischen Bedingungen ausgelöst werden, niuss ihre weitere Entwickluno- als Schutzfunktion an eine besondere pathologische Anpassung gebunden sein. Gibt es iiberhaupt eine Anpassung in einem pathologischen Prozess als solchem, so setzt sie zu ilirer Ausbildung natiirlich auch währeud der friiheren Stadien der Entwicklung die Einwirkung der abnormen Bedingungen voraus, die bei dem Einzelnen den Prozess auszulösen vermögen, d. h. das Durchmachen der Krankheit.

Um eine Vorstellung von der besonderen Bedeutung dieser pathologischen Anpassung zu erhalten, muss man sioh ein wenig in die Wirkungsweise und Begrenzung der physiologischen Anpassung hineindenken.

Die Anpassung an gewisse äussere Lebensbedingungen, die jede Art während ihrer Enwicklung erfahren hat, ist nicht derartig, dass sie einem festen, unveränderlichen Zustaude aller dieser Bedingungen entspräche, Die klimatischen Faktoren variiercn in jedem Augenblick, und die Schwankungen von Wärme, Licht, Luftdruck, Feuchtigkeitsgehalt der Luft u. s. w. können recht bedeutend sein. Dasselbe gilt von der Menge und Beschaffenheit der Nahrungsmittel, dem Masse erforderlicher Muskelarbeit u. s. w. Allén diesen Variationen muss das Individuum angepasst sein, wenn seine Lebensprozesse trotzdem auf eine fiir die Art normale Weise fortgehen sollen. ^) Diese natiirliche Anpassung känn entwcder derart sein, dass (las Individuum fiir die Schwankungen unempfindlich ist, dass diese keine besonderen vitalen Reaktionen bei ihin auszulösen vermögen. So känn man sich z. 1>. das Verhältnis der poikilothermen Tiere zu gevvöhnlichen Temperaturschwankungen beim umgcbenden Medium denken. öder auch miissen die Reaktionen, die von den Variationen der ftusseren Bedingungen ausgelöst werden, darauf ausgehen, den Organ ismus in eine nen»' (ileiehgew ichtslau;e cinzust cii en. die den

M Dass (ler Meiisch artiti/.icll diirch, Klciiluiiir, BehiiiLsunij; u. s. «. eine Reihe niisseriT Hedinirungcn fur sich mul siine Hmistierc mit seiiier .\upassiing uiul der ihrigen in (Jberi.iustiiiirann,i: l)rin|j:en l\inui, lut iIit Giitigkeit dicses .Sntzcs keinen Eiutrug.

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