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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)

8 NOKD. MED. ARK., 1904, AFD. II, N:R 11. — EIA^AR RODHE.

Dana ^) hat in seinem Handbuch iiber die Nervenkrankheiten durch senile Ruckenmarkvei'änderungen verursachte Krankheitsbilder beschrieben (siehe Seite S6).

NoNNE ^-) studierte das Riickenmark von 10 Personen im Alter von 78—86 Jahren. In sämtlichen Fallen waren Abweichungen vom Normalen zu finden. Die Glia war vermehrt, speziell in den Hintersträngen, aber auch in den Seitensträngen und hier vorwiegend in den marginalen Teilen. In einem Fall — einem 80-jährigen — fand sich Gliavermehrung auch in den Vordersträngen. Die Gefässe waren an Zahl vermehrt und zeigten endo- und periarteriitische Veränderungen. Wo diese hochgradig waren, war starke Gliawucherung um die Gefässe vorhanden. An den gliösen Stellen waren die Nervenfäden atrophiert. In keinem der Fälle lagen prägnante Symptome vom Nervensystem vor. Die allgemeine Arteriosklerose als solche bestimmt nicht die Intensität der senilen Ruckenmarkveränderungen. NoNNE betont, dass die Veränderungen in den Seiten- und Hintersträngen ohne klinische Symptome verlaufen kunnen, wie gleichfalls dass die von ihm gefundenen Veränderungen sich in nichts von denjenigen unterscheiden, die man bei Paralysis agitans gefunden hat, und die, wie Redlicii und mehrere mit ihm gemeint haben, das anatomische Substrat dieser Krankheit bilden.

Sander ^'') hat das Riickenmark von 2Q Personen in einem zwischen 51 und 87 Jahren wechselnden Alter untersucht. Er unterscheidet folgende drei Formen von seniler Degeneration:

1) Eine leichtere Form mit geringem diffusen Markscheidenausfall, leichter sekundärer Gliawucherung und geringer Zellendegeneration (physiologische Senilität).

2) Eine schwere Form mit diffusem Markscheidcnausfall, Auftreten von Herden, hochgradiger Sklerose und stärker Zellendegeneration.

3) Eine häufig präsenil einsetzende Form mit akutcm Zerfall und zahlreichen Herden.

Mir scheint, dass die letzgenannte Form nicht zur senilen Degeneration gerechnct werden sollto. Priift man nämlich Sander's Kasuistik, so findet man, dass eine ganze Reihe diesbeziiglicher Fälle Syphilis in der Anaiunese haben, und dass sie ausserdem klinische Symptonn; von Mctasyphilis gohal)t haben. Lctzteres ist auch mit einigen Fallen der Fall, wo die Anamnese nichts von einer vorausffesanirenen Infektion besagt.

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