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Nordiskt medicinskt arkiv 1904

Originalsida 465
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Originalsida 464
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Einar Rodhe: Studien über die senilen Rückenmarkveränderungen (Schluss folgt)

I

CBER DIE SENILEX RiJCKENMARKVERÄNDERUNGEN. 9

Verblelben deranach die beiden ersten Gruppen. Hier lagen kuvzweo- folgende Veränderungen vor. Die Markscheiden waren auch in leichten Fallen etwas gelichtet und speziell in der Randzone an Zahl verringert, darauf beruhend, dass sie infolge ihrer Lage Zirkulationsstörun2;en mehr ausgesetzt sind. In hochgradigen Fallen waren besonders die gekreuzten Pyramidenbahnen und die Kleinhirnseitenstrangbahn affiziert. Häufig waren ovale öder keilförraige Degenerationsherde mit der breiten Basis in der Peripherie liegend, der Gefässverteilung entsprechend, zu finden. Die hinteren und vorderen Stränge waren in der Regel verschont. Grössere, frisehe Degenerationsherde wurden nie in rein senilen Fallen gefunden. Die Glia war vermehrt, die Gliafäden dicker als normal. Ihre Proliferation schien mit dem Zerfall im Parenchym parallel zu gehen, und es hatte nicht den Anschein, als sollte sie den Untero-anor der Xervenfäden verursachen. Corpora amylacea waren in zahlreicher Menge vorhanden.

Die Ganglienzellen waren pigmentös degeneriert, auf dem Zerfall des Tigroids in ein gelbes Pigment beruhend. Der Prozess schien in der Regel am einen Ende der Zelle, oft an der Ursprungsstelle des Achsenzylinders, zu beginnen. Der Kern war hcäufig nahe der Zellwand gelegen und färbte sich dunkler als normal. Der Kernkörper war oft eckig öder geschrumpft. Der Achsenzylinder färbte sich oft deutlich eine länge Strecke. Häufig war der Kern verschwunden, und die ganze Zelle bestand aus einem einzigen Pigmentklumpen. Bisweilen waren die Zellen sklerosiert: das Protoplasma stark gefärbt, wenig differentiierbar, Kern und Kernkörper exzentrisch liegend, die Ausläufer länge Strecken gefärbt. Die Zellenform war oft verändert. In den Fallen, wo der Untergang von Ganglienzellen mehr ausgesprochen war, war eine Vermehrung der Glia in der grauen Substanz vorhanden.

Die Gefässe waren im allgemeinen stark verändert. Die Adventitia war häufig normal, bisweilen verdiekt, die Elastica aufgefasert, die Intima diifus öder buckelförmig verdiekt. Keine deutliche Tendenz zu Obliteration des Lumens. Häufig waren Thromben in den Gefässen zu finden.

Was die klinische Bedeutung der gefundenen Veränderungen anbelangt, so meint Sander, dass die Degenerationen in den Seitensträngen spastische und paretische Symptome zuwegebringen können, und dass Störungen von Blase und Rec-

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