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Nordiskt medicinskt arkiv 1895

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Tandskador vid förvärvad syfilis

10 NORD. MEU. ARK., 18 95, N:r 16. — EDV.\RD WELaNDER.

Magitot sprach eine vöUig entgegengesetzte Ansicht au.-;. Diese Veränderungen der Zähne, von welcher Beschaffenheit sie auch sein mogen, stehen, sagt er, nie mit hereditärer Syphilis in irgend welchem Zusaininenhang. Er versuchte zu beweisen, dass man bei jeder Person mit solchen Zähnen nachweisen könne, dass sie in ihrer friihesten Kindheit an Eklampsie, Convulsionen gelitten liabe; je nachdem diese Leiden von mehr öder weniger schwerer Besciiaifenheit und von längere öder kiirzerer Dauer sind, soilen schwerere öder leiciitere Zahnanonialien entstehen.

Auf dem internationalen Congress in London im Jahre 1881 kam diese Frage unter Discussion; nach Schluss derselben behielt al)er jeder die Ansicht, die er vorher gehubt hatte, auch Hutschinson seine von den mercurialen Zähnen.

In seinem Aufsatz »Etudes cliniques sur Térosion des dents>' in Gazette des höpitaux den 4. October 1881 sagt Magitot (Seite 909): »Nous invoquerons ä cet égard le temoig-' nage de Mr. Alfred Fournier, qui. dans une longue pratique, n'a janiais saisi cette relation.» Wenn man die Angabe von dieser Ansicht liest, die Fournier im Jahre 1881 hegte, geräht man uber die Ansicht, die er sobald wie nur 4 — 5 Jahre später ausspricht, beinahe in Erstaunen. In seiner Arbeit »La syphilis héréditaire tardive 1886, sagt er nämlich auf Grund seiner danialigen Erfahrung, dass die hereditäre Syphilis unzweifelhaft eine Menge verschiedenartige Zahnanomalien, wie fehlerhafte Implantation tler Zähne, verschiedene Arten von Erosionen, Mikrodentismus, Amorphismus, Vulnerabilität, Sillons blancs u. 8. w. hervorrufen känn, welche Anomalien aber doch auch in anderen Leiden ihren Grund haben können, weshalb sie als Zeugnisse fiir fruhere hereditäre Syphilis keinen eigentlichen Werth besitzen. Grossen Werth als ein solches Zeugniss misst er dagegen der Atrophic der Spitze des ersten Mahlzahne namentlich der Form derselben bei, die er dent courte en plateau nennt. Einen höchst bedeutenden diagnostischen Werth erkennt er dem halbmondförmigen Einkerbungen im freien Rande der Schneidezähne und auch der Eckzähne zu. Von Zähnen mit diesen Einkerbungen, vor allein den Hutchinsonschen Schneidezähnen sagt er, dass sie »un témoignage presque certain d'hérédite syphilitique» sind; pathognomisch will er sie nicht nennen, obschon er sie, wie er sagt, noch nie bei an-

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