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Nordiskt medicinskt arkiv 1895

Originalsida 501
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Originalsida 501
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Sida 501

Tandskador vid förvärvad syfilis

FEHLKKHAFTE ZAHNBILDUNG BEI ERHORBENER SYPHILIS. 11

deren als mit hereditärer Syphilis behafteten Personen angetroffen habe.

In Deutscliland hat man diesen Veränderungen der Zähne viel weniger Gewicht beigelegt und hervorgelioben, dass diese Zahnerosionen durch Störungen in der Nutrition, deren Urbuche eine sehr verschiedene sein känn, wie z. B. Syphilis, Seropliulosis, Rachitis, exanthematische Fieber, cerebrale und nervöse Leiden u. s. w., schon im Entwickelungsstadium der Zähne hervorgerufen werdeii können. Gewicht legt man dort auch auf die Erblichkeit der schleehten Beschaffenheit der Zähne. Sogar der sogenannten HuTCHlNS0N'8chen Zähnen will man von der einen öder anderen Seite alle eigentliche diagnostische Bedeutung absprechen. So sagt z. B. Paschkis, dass er sie nur ausnahmsweise bei hereditärer Syphilis, dagegen oft liei Rachitis und Scrophulosis gesehen habe. So viel ich finden känn, huldigen jedoch in der Regel die Syphilidologen dieser Ansicht nicht; dieselben heben die HuTCHiNSON'schen Zähne als ein sehr kraftiges Zeuguiss fur friihere hereditäre Syphilis hervor.

Was mich selbst anbelangt, so habe ich Zahnerosionen (nicht die typischen HuTCHlNSON'schen) nicht selten sowohl bei völlig gesunden Personen wie bei solchen, auch Kindern (das jungste davon ungefähr 8 Jahre alt) angetroffen, die an erworbener Syphilis litten, wo also von hereditärer Syphilis als der Ursache der Erosionen keine Rede sein konnte. Ich känn deslialb diesen Erosionen an und fiir sich keine eigentliche diagnostische Bedeutung gegeniiber der hereditären Syphilis beilegen. Was die typischen HuTCHrNS0N'8chen Zähne anbetrifft, so sind sie bei uns in Schweden viel seltener, als sie es in anderen Ländern zu sein scheinen, und dasselbe lässt sich auch von dem von Fournier beschriebenen »dent courte en plateau» sägen. Man sieht sie jedoch mitunter, und dann stets bei bereditär-syphilitischen Personen. So hatte ich vor einigen Tagen Gelegenheit ein neunzehnjähriges Mädchen mit hereditärer Syphilis zu sehen, die doppelseitige parenchymatöse Keratitis sowie typische HuTCHiNS0N'8che obere Schneidezähne und besonders im rechten Unterkiefer einen typischen -dent courte en plateau hatte. Obsclion alle mehr öder weniger deutlichen halbmondförmigen Einkerbungen an den Schneidezähnen kraftig fiir hereditäre Syphilis spreclien, so durfen wir sie allein doch nicht als vollkommen sichere Zeugnisse fiir dieses Leiden ansehen. So

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