Sida 503
Tandskador vid förvärvad syfilis
FEHLERHAFTE ZAHNBILDUNG BEI ERWORBENER SYPHILIS. 13
zLi bringen. Die Litteratur hat auch öber viele Fälle zu beriohten, wo es diese Zahnveränderungen gewesen sind, die zu ciner richtigen Diagno8e und damit zu einer richtigen Behandiung gefuhrt haben, die sicher in mehr als einem Falle den Patienten vor manchen schweren kunftigen Leiden bewahrt hat.
Dass hereditäre Syphilis die Ursache der Hutchinsonschen Zähne und dieser halbmondförmigen Einkerbungen an den Schneidezähnen und den Eckzähnen, welche Zahnveränderungen an und fur sich diagnostischeu Werth haben können, sein känn, wird nunraehr zwar von den meisten Auctoren zugegeben. Eine andere Frage ist die: känn nur hereditäre und nicht möglicherweise auch in der fruhesten Kindheit erworbene Syphilis solche Veränderungen in der Bildung der Zähne hervorrufen?
Meines Wissens ist FoURNlER der einzige, der diese Frage aufgeworfen hat. Er beantwortete sie dahin, dass sich von theoretischem Gesichtspunkte aus die Möglichkeit hiervon nicht verneinen lasse, doch sei noch kein einziger solcher Fall beobachtet worden.
In deiu Krankenhause St. Göran hat sich mir indessen in diesem Jahre die Gelegenheit geboten, einen solchen Fall zu beobachten, ilber den ich hier in Kurze berichten will.
Zuerst will ich jedoch eine Frage zu beantworten suchen nSmlich: können wir erwarten einen Unterschied in den Veränderungen in der Zahnbildung zu finden, wenn in der friihcsten Jugend auf das Kind ubertragene öder wenn hereditäre Syphilis ihre Ursache ist? Ja! dieses ist theilweise der Fall; ein Blick auf weiter vorn angefiihrte Tableau wird uns helfen, diese Frage zu beantworten.
Bei Syphilis, die, gleichviel wie kurze Zeit nach der Geburt, durch Uebertragung erhalten worden ist, zeigt sich stets der freie Theil (die KauHäche) des ersten Mahlzahnes frei von allén durch Syphilis hervorgerufenen Veränderungen, indem dieser Theil des Zahnes schon gleich nach der Geburt osaificirt ist. Da es nun in der Regel einige Zeit danert, ehe dem Kinde die Syphilis mitgetheilt wird, so ist dann ein immer grösserer Theil des Zahnes oasificirt, und es können daher bei erworbener Syphilis diese Zähne nicht gern andere Veränderungen als möglicherweise Erosionen an dem am Zahnfleisch belegenen Theil der Zahnkrone darbieten.
Källa: Internet Archive ·
