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Nordiskt medicinskt arkiv 1895

Originalsida 504
Originalsida 504
Originalsida 504
Originalsida 505
504–505

Sida 504

Tandskador vid förvärvad syfilis

14 NOKU. MED. ARK., 1895, .\:r JG. EDVARD WELANDER.

Ein anderes ist das Verhältniss bei den Schneide- und Eckzähnen. Wird dem Kinde die Syphilis mitgetheilt, wenn es ein Alter von ungefälir 3 — 4 Monaten erreicht hat. so känn man bei ihm im Alter von 5 — 6 — 7 Monaten eine allgemeine Nutritionsstörung erwarten, die darin ihren Grund hat, dass die Syphilis dann, wie man sagt, constitutionell geworden ist. In diesem Alter beginnt nun die Ossification der Mittelschneidezähne und der Eckzähne, zum Theil auch der seitlichen Schneidezähne. Wir können da Veränderungen in der Spitze (dem freien Rande) der Mittelschneidezähne und der Eckzähne erwarten, während die seitlichen Schneidezähne davon verschont bleiben können, da eie zu dieser Zeit oft noch nicht zu ossificiren angefangen haben. — In einem solchen Falle können wir also ganz dieselben Veränderungen erwarten, die bei hereditärer Syphilis vorkommen.

Als Kegel diirlte es gelten können, dass die Wahrschein- . lichkeit fiir das Entstehen auf Syphilis beruhender Zahnveränderungen, namentlich solcher, welche denjenigen gleichen, die fur die hereditäre Syphilis mehr öder weniger charakteristisch sind, eine um so geringere ist, eine je längere Zeit nach der Geburt die Syphilis auf das Kind iibertragen wird.

Ich will nun zu dem Bericht ilber meinen Patienten zuruckkehren.

E. L. A., geboren ara ^'/j 1882, wurde in das Krankenhaus St. Göran ain ^Z, 1895 wegen einem Augenleiden und einer Auftreibung am linken Unterschenkel aufgenommen. Bei der Untersuchung zeigte es sich, dass er am linken Unterschenkel eine Periostitis und in den Augen eine bedeutende parenchymatöse Keratitis hatte, die ihn so gut wie vollständig des Sehvermögens beraubte.

Dass ich hier sofort hereditäre Syphilis vermuthete, zumal ich an mehreren Zähnen hiibsche Veränderungen sah, känn ja nicht Wunder nehraen.

Ich erklärte den Eltern deshalb mit ziemiich grosser Sicherheit, dass hier ein Fall von hereditärer Syphilis vorliege und forderte sie auf, mir Aufschliisse in diesen Hinsicht zu geben — bekam aber mit grösster Bestiraratheit die Antwort, dass hier zwar Syphilis vorliege, dass es aber keine hereditäre Syphilis sei, sondern dass sie der Knabe in seiner friihesten Kindheit durch Uebertragung bekommen habe.

Die Aufschliisse, die ich von den Eltern erhielt, sind folgende : der Knabe war bei seiner Geburt ausgetragen und gesund; 6 Wochen alt bekam er die Masern, jedoch nur sehr gelinde, sodass er bald wieder vollständig hergestellt war. Hiernach zeigte er sich gesund und munter, bis er ini Alter von 4 — 5 Monaten anfing schwächlich zu

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