Tillbaka Read Runeberg

Nordiskt medicinskt arkiv 1895

Originalsida 505
Originalsida 505
Originalsida 504
Originalsida 505
504–505

Sida 505

Tandskador vid förvärvad syfilis

FEULERHAFTE ZAHNBILDUNG BEI ERWORBENER SYPHILIS. 15

werden, keine Nfihrun^ nehmen woUte u. s. w., worauf man nach einiger Zeit Geschwiire aiu After entdeckte.

Die Mutter vermoclite hieriiber keine bestiinraten Aufschliisse zu geben, denn einige Wochen nach der Geburt bekam sie rheuinatisches Fieber, wodurch es ihr unmöglieh wurde, ihr Kind seibst zu ptiegen, das sie einer anderen Frau zur Pflege iibcrgab, von der es mitunter die Brust bekam, im allgeraeinen aber kiinstlicb ernährt wurde. Diese Frau litt, wie raau später erfabr, an Syphilis. Sie besorgte die Pflege des Kindes zum grossen Theil, bis dasselbe 8 — 9 Monate alt war. Das Kind verblieb schwächlich und behielt die jGeschwiire* ara After, so dass man schliesslich einen Arzt um Eath fragte, welcher erklärte, dass das Kind an Syphilis leide. Es wurde jetzt mit Einreibungen behandelt, wobei die »Geschwiire» am After versclnvanden und es gesund wurde. Hierauf war das Kind ziemlich gesund, obschon es (ganz im Gegensatz zu den iibrigen Kindern der Familie) sich nur langsam entwickelte, die Zähne erst spät bekam, spät zu sprechen anfing u. s. w.

Indessen scheinen sich keine Syraptnrae der Krankheit mehr gezeigt zu haben, bis der Knabe ungefähr 8 Jahre alt war, wo er nächtliche Schmerzen in den Beinen bekam, welche jedoch nach der Einnahme einer Medizin (Jodkalium) wieder verschwanden.

Seit dieser Zeit hat der Knabe sich wieder ziemlich gesund gefiihlt und sich auch ziemlich kraftig eutwickelt, bis er im December 1894 anfing, etwas lichtsclieu zu werden und nur mit einiger Schwierigkeit genau sehen zu können. Dieses wurde iranier schlimmer und Bchlimmer. Kurz vor Weihnachten bekam er eine Auftreibung ara linken Schienbeiu, die sich allmählich vergrösserte. Bei seiner Aufnahme in das Krankenhaus St. Göran am */, 1895 hatte der Knabe, wie ich bereits erwjihnt habe, eine bedeutende doppelseitige Keratitis und am linken Schienbein eine syphilitische Periostitis. Im iibrigen war an seinem Körper keine Spur von Syphilis zu entdecken, und nur an den Zähnen zeigten sich folgende Veränderungen (siehe die Tafel):

Die Krönen der oberen Mittelschneidezähne sind gesund, obschon sie eine schmutzige gelbbraune Farbe haben; diese Zähne sind klein und kurz und werden nach dera freien Rande hin etwas schmäler; am unteren Theile derselben findet sich ein halbraondförniiger Defect des Emairs (vollständig demjenigen an den »dents d'HuTCHiNS0N' ähnlich); das Dentin ist indessen noch vorhanden und biidet einen ziemlich geraden freien Rand des Zahnes.

An den seitlichen oberen Schneidezähnen finden sich keine Erosionen; diese Zähne sind aber klein, fehlerhaft geformt und fehlerhaft implantirt.

Längs des freien Rändes aller vier unteren Schneidezähne tinden sich oberflächliche Erosionen, ebenso sieht man Erosionen in der Form von Punkten an den etwas missfarbigen Krönen dieser Zähne.

An allén vier Eckzähnen zeigen sich völlig gleichartige Veränderungen; an der Spitze dieser Zähne fehlt das Eraail vollständig; durch diesen Defect wird ein hiibscher halbmondförraiger Einkerbung eder.

Källa: Internet Archive ·