Sida 506
Tandskador vid förvärvad syfilis
16 NORD. MED. ARK., 1895, N:r 16. — EDVARD WELANDER.
richtiger gesagt, eine schalenförmige Vertiefuug erzeugt, au3 deren Mitte eine kleine raissfarbige Dentinspitze hervorragt.
Die praeraolareg sind alle gesund.
Der erste Mahlzahn an der rechten Seite des Unterkiefers ist vollkommen gesund und zeigt iiberall ein völlig entwickeltes Eraail; derjenige an der linken Seite fangt an, etwas zerfressen auszusehen, zeigt aber keine Spur einer syphilitischen Veränderung; dasselhe ist mit den ersten Mahlzähnen des Oberkiefers der Fall.
Die zweiten Mahlzähne sind gesund.
Wir finden in diesem Falle also ganz dieselben Zahnveränderungen, die wir bei vererbter Syphilis finden hönnen.
Sollten wir nun, auf die Schlusse gestutzt, die zu ziehen ich mich auf Grund meines vorstehenden Exposés fur berechtigt angesehen habe, in diesem Falle ein Urtheil fallen wollen, 80 durften wir ja sägen können: diese halbmondförmigen Defecte im Email der oberen Mittelschneidezähne sowie auch der Eckzähne sind an und fur sich eine sehr kraftige Stutze fur den Verdacht, dass hier hereditäre Syphilis vorliegt. Mit noch viel mehr Grund durften wir diesen Schluss ziehen können, da sich ausserdem ein fur hereditäre Syphilis so sprechendes Zeichen wie diese doppelseitige parenchymatöse Keratitis tindet.
Ea wäre wirklich zu verzeihen, wenn hier der Verdacht entstände, dass die Angabe der Eltern, die Syphilis sei auf den Knaben in seiner fruhesten Kindheit ubertragen worden und es liege hier also ein Fall von zugezogener Syphilis vor, nicht der Wahrheit gemäss sei. Können wir diese Angabe der Eltern in irgend einer Weise controliren? Ja! wir können es ziemlich sicher durch Untersuchung der Familie thun.
Ich habe Gelegenheit gehabt, diese Familie einer genauen Untersuchung zu unterwerfen. Weder bei dem Väter, noch bei der Mutter habe ich eine Spur von Symptomen gefunden, die auf eine friihere Syphilis hindeuten könnten; dieses bedeutet ja aber nicht so viel. Mehr bedeutet es, dass ich auch bei keinem einzigen der vier Geschwister des Patienten das geringste auf Syphilis hindeutende Zeichen öder Reste von einer fruheren hereditären Syphilis gefunden habe; alle sind sie vollkommen gesund und frei von Veränderungen in den Zähnen, den Augen, den Ohren u. s. w.
Noch mehr! wir vvissen, dass bei Syphilis in der Ehe die Polyletalität ein charakteristischer, oft vorkommender Zug der Nachkommen ist. Fehlgeburten, Geburten mehr öder weniger
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