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H. Krabbe: Über das Vorkommen von Bandwürmern beim Menschen
8 NORD. MED. ARK., 1905, AFD. I. N:K 2. — H. KRABBE.
mit T. solium Behafteten 13 mal eine grössere Anzahl desselben (bis 10), und von den 35 an Bothr. latus Leidenden beherbergten 5 raehr als einen Bandwurm (bis 14). Von T. cucuraerina. welche beim Hunde zu Hunderten, ja selbst zu Tausenden vorkommen känn, fanden sich mehrmals einige wenige Exemplare.
Die grösste beobachtete Länge der Wurmer in gedehutem Zustande war bei T. mediocan. und Bothr. latus 980 Centimeter, bei T. solium 400 Cm., bei T. cucumerina etwa 30 Cm.
Von den 35 mit Bothr. latus behafteten waren 10 Ausländer (Finnen. Russen. Deutsche, Engländer), 19 waren hier im Lande geboren. Erstere, wie auch einzelne der letzeren, mugen den Bandwurm vom Auslande eingeschleppt haben, aber von den in Dänemark geborenen haben die meisten ohne Zweifel ihren Bandwurm hier im Lande erworben, da sie niemals im Auslande gewesen sind. Eine Zeit läng kamen Fälle besonders in der Gegend von Sorö vor, in den letzten Jahren im nordostlichen Seeland. Auch bei Hunden, die auf der Veterinärhochschule in Kopenhagen getötet wurden. ist der Bothr. latus einige Mal beobachtet; einer dieser Hunde gehörte einem Fischhändler.
Das vorliegende Material gibt selbstverständlich keinen direkten Aufschluss iiber die Häufigkeit des Vorkommens von Bandwiirmern bei der Bevölkerung, aber nur iiber die relativa Häufigkeit der einzelnen Arten.
Ausser den 4 hier besprochenen Arten von Bandwiirmern ist uoch zu bemerken, dass die von "YYeixlaxd zuerst beschriebene aber nur selten beobachtete T. flaro-2Jiinctota auch ein Mal bei einem einjährigen Kinde im Kopenhagener Kinderhospitale angetroffen ist. Der Fall ist von X. Schiödte in einer Abhandlung iiber Bandwiirmer im Kindesalter (;>Hospitalstidende 1903) näher beschrieben.
Es känn nicht zweifelhaft sein, dass die T. solium bei uns wie in anderen Ländern (Xorwegen, Deutschland, Schweiz) in den letzten Jahrzehnten selten geworden ist: unter den 1880 — 87 vorgekommenen 100 Fallen betrafen nur 5 und unter den später vorgekommenen 150 nur 1 diese Art. \Yie es sich aber mit T. mediocanellata verhält, dessen Prozentanzahl von 37 bis 89 gestiegen ist (siehe Tab. I), bleibt ungewiss.
Das Vorkommen der T. solium und T. mediocanellata muss i in uenauen Zusammenhang mit der Häufigheit der entsprechenden
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