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Harald Ernberg: Studien über chronische Nephritis
8 XORD. MED. ARK., 1905, AFD. II, N:R 3. — HARALD ERXBERG.
eliminieren, sehr schnell, schon nach ein paar Tagen, auf ein Minimum herabgedriickt, eine Ziffer, die höchst bedeutend die Quantität untersteigt, die unter gewöhnlichen Umständen und auch bei Hunger eliminiert werden muss.
Abgesehen davon, dass einige der gesunden Versuchspersonen sich während des Versuches abgespannt fiihlten, sind keine nachteilige Einfliisse der Diät wahrzunehmen gewesen. Möglicherweise konnte es doch a priori bedenklich erscheinen, derartige Versuche bei Nephritia auszufiihren in Anbetracht des extra Eiweissverlustes fur den Organismus, den die Albuminurie bedingt. Dieser Verlust ist doch in der Mehrzahl der Fälle nieht sonderlich gross. Ick begann meine Versuche an Fallen mit geringer Albuminurie und dehnte sie dann auf Fälle mit grösserem Eiweissverlust aus, natiirlich unter genauer Beachtung des Allgerneinzustandes. Die Resultate zeigten, dass derartige Befiirchtungen för diese Fälle unbegrilndet waren.
Ich suchte im allgemeinen solche Fälle zu wählen, wo sich während der vorhergehenden Zeit die Symptome einigermassen unverändert ohne rasche Schwankungen gehalten hatten. Die Fälle sind allseitig untersucht worden, aber um unnötige "NVeitschweifigkeit zu vermeiden. habe ich in den Krankengeschichten solche negative Angaben nicht aufgenommen wie beispielsweise, dass die Augenböden ohne Veränderungen gewesen sind, wenn ich keine solche habe finden können.
Ich hatte gewiinscht, mehr Versuche an Patienten mit urämischen Symptome auszufiihren. TVerden diese Symptome stärker, so ist es doch oftmals unmöglich, exakte Stoffwechselversuche auszufiihren: der Patient hat keine Lust, eine ungewohnte Kost zu verzehren, man känn sich nicht darauf verlassen, dass die Harninenge sorgfältig gesammelt wird etc. Mehrere Versuche an derartigen Patienten habe ich demnach abbrechen miissen.
Sämtliche Patienten sind während des Versuches bettlägerig gewesen. Zuerst ist im allgemeinen der Stickstoffumsatz einige Tage bei gewuhnlicher Diät (am häufigsten Milch), alsdann bei Stickstoffhunger untersucht worden. Der erste Tag desselben wird in den Tabellen durch Kursivziffern gekennzeichnet. Die Xahrung ist gewogen, und der Harn in gleicher Weise wie in den vorhergehenden Versuchen gesammelt worden. Ich habe auch hier gemeint, Analysen des fäkalen Verlustes entbehren zu können. Die Calorienzufuhr, die mit einem angenomraenen
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