Tillbaka Read Runeberg

Nordiskt medicinskt arkiv 1905

Originalsida 134
Originalsida 134
Originalsida 134
Originalsida 135
134–135

Sida 134

K. Thiis: Ein Fall von Tumor mediastini

2 NOBD. MED. ARK., 1905, AFD. II, N:B 4. — K. THIIS.

Ricbtung; Syphilis hat sie nicht gehabt. Im tibrigen immer gesund bis 5 Jahre vor ibrer ersten Aufnabme in das Krankenhaus. Sie fing damals an zu hästen, womit sie fortgefahren hat, und hat hierbei ein aus »gelben Klumpen > bestehendes Expektorat anfgebracht. Im Sputuni ist niemals Blut gefunden, mit Ausnahme einiger Blutstreifen während 2 Tage gleich vor "Weihnaehten 1901. Stich zwischen den Schulterblättera hat sie oft in dieser Zeit geplagt. und sie ist etwaskurzatmig geworden. Xachtschweiss soll sie angeblich »zeitlebens» gehabt haben. Der Appetit ist gut gewesen; Stuhl träge; Wasserlassen in Ordnung.

Die Menses hörten erst im Alter von 55 Jahren vollständig auf. Im Verlaufe der Krankheit haben die Kräfte uach und nach abgenommen. jedoeh besonders in den 2 letzten Jahren vor der Aufnahme. dagegen soll sich ihre Körperfulle so ziemlich unverändert gehalten haben.

Bei der Aufnahme das erste Mal in die Abteilung (13i 02) zeigte sich, dass sie von gewöhnlicher Körperfulle vrår, mit gesunder Gesichtsfarbe. Man bemerkte einen Strabismus convergens sinister, den sie gehabt haben sollte, so länge sie zuriickdenken konnte, und sie hatte eine Strama mittleren Grades. Sie klagte nur uber etwas Atemnot. Puls 80. Resp. 36, wesentlich abdominal. Temperatur normal. Arteriae radiales etwas sklerotisch.

Bei der Inspektion des Thorax war es auffallend, dass die Interkostalräume auf der linken Seite nicht so tief waren wie auf der anderen Seite, und die linke Brusthälfte blieb während der Respirationsbewegungen deutlich zuräek. Der Ictus cordis war an der gewöhnlichen Stelle weder zu sehen noch zu fiihlen, dagegen sah man Pulsationen im 2ten, 3ten, 4ten und 5ten rechten Interkostalraum medianwärts von der Mammillarlinie.

Bei Perkussion erhielt man Dämpfung vom Gipfel bis zur Basis der Vorderfläche der linken Lunge — in der Fossa supraclavieularis zunäcbst gedämpfte Tympanitis, unterhalb der Clavicula vollständig holzmatten Ton. In Traube's Raum tympanitischen Perkussionston. An der rechten Vorderfläche normale Perkussion bis zur 7ten Rippe, von welcher Leberdämpfung bis zum unteren Brustkorbrande. — An den Hinterflächen war holzmatter Ton vom Gipfel bis zur Basis auf der linken Seite, normale Perkussion auf der rechten Seite.

Weiter erhielt man durch Auskultation iiber sowohl Vorder- als Hinterfiäche der linken Lunge keine öder nur andeutungsweise Respirationstöne — kein fremdes Geräusch. Auf der rechten Seite waren die Atmungsgeräusche uberall auffallend stark, vikarierend; auch hier ohne fremde Geräusche. Die Stimmenvibration war auf der linken Seite geschwächt. — Beim Suchen nach dem Ictus cordis war — wie erwähnt — dieser auf der linken Seite nicht zu finden, dagegen war zu oberst im Epigastrium starke Pulsation vorhanden — sicherlich den Herzimpuls repräsentierend, und die Dämpfung des Herzens schien einer Dämpfung am Sternum vom 4ten Costal und zwischen beiden Sternalrändern zu entsprechen. Also eine deutliche Verschiebung des Herzens nach rechts hiniiber, was auch die Röntaendurchleuchtuns:

Källa: Internet Archive ·