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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

Originalsida 207
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Originalsida 206
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206–207

Sida 207

Nordische medicinische Literatur 1905

RÄTTSMEDICIN, MEDICIXALYÄSEX, HISTORIK M. M. 59

der Lymphgefässe, der Driisen u. s. w. Die Arbeit basiert sich auf umfassende und eingehende Studien, hat aber der Umstände wegen nur ein gewisses fragmentarisehes Gepräge bekommen können. Der Herausgeber hat einige biographische Auskiinfte iiber die erwähnten Anatomen beigefiigt. In einer Beilage hat er solche Auskiinfte iiber eine Anzahl Anatomen des 17. und 18. Jahrhunderts mit den zugehörigen Porträts gegeben. Jul. Peter sen.

5. A. L PATÉ (N): Af Korpsläge G. Raseh'8 efterladte optegnelser.

(Von den hinterlassenen Aufzeichnuneen des Korpsarztes G. Rasch.I Norsk Magaz. for Lägevid. 1904, s. 1203.

Diese medizinalhistorischen Xotizen sind vom Verfasser in 3 Abschnitten geordnet und mit supplierenden Aufklärangen versehen. Zuerst wird die pneutnatisch-eldektische Schule von der Mitte des Isten Jahrh. n. Chr. besprochen. Der 2te Abschnitt enthält verschiedene chirurgische Xotizen nach POULOS Regixotes im 7ten .Jahrh. Die von Roger, Roland und Quatuor Magistri im letzten Abschnitt entnommenen Xotaten handeln auch wesentlich von chirurgischen Ratschlägen und Regeln aus dem 12ten und 13ten Jahrh. Roger's Chirurgie wurde nach Aufklärung des Verf. von Rolando Capelluti herausgegeben und diese Ausgabe wurde um dasJahr 1300 mit einem grösseren Kommentar: »Glossula quatuor magistrorum» versehen. K. J. Figenschou.

6. JOHAN SCHARFFEXBERG (Ni: Bidrag til de norske lägestillingers historie för 1800, II Kristiania stadsfysikat. (Beitrag zur Geschichte

der Stellung der norwegischen Arzte vor 1800. II Das Stadtphysikat von Christiania. I Norsk Magaz. for Lägevid. 1904, s. 1329.

Christiania, das 1624 gegrundet wurde, erhielt als seinen ersten Medizinalbeamteu Peder Alfsen, ernannt von Christian IV durch Königlicben Brief vom 19 6 1626. Er kam aus Bergen, desseu 2ter Stadtphysikus er war, und welche Stadt schon seit 1603 eine so gut wie zusammenhängende Reihe Aledizinalbeamten gehabt hat. In Christiania dahingegen war die Stellung als Stadtphysikus em schlechtes Lebensbrot, so dass die Stadt gegen Ende des lTten und zu Anfang des 18ten Jahrhunderts Jabrzehntelang keinen Stadtphysikus hatte. — Peder Alfsen nahm demnach aus ökonomischen Grunden 1631 eine Bestallung als Gerichtsbeamter in Drontheim an. Xach ihm fungierte Sperling von 1632 — 1634. Xach ihm kam erst 1637 wieder ein neuer Mann, Ambrosius Rhodius, der entgegen der so häufigen Gewohnheit diesmal treu auf seinem Posten blieb während der grossen Pestepidemie 1654. Er wurde später in verschiedene Prozesse verwickelt und 1661 nach einem Injurienprozess zusammen mit seiner Frau ins Gefängnis geworfen. — Das Gehalt des Medizinalbeamten bestand anfänglich aus verchiedenen Kanonikaten im Domkapitel; aber bei Einfiihrung der Alleinherrschaft wurde diese Besoldungsweise abgeschafft, so dass das Amt absolut unbesoldet blieb. — Dies zog dann auf länge Zeiten grosse Lockerheit in den ärztlichen Verhältnissen nach sich.

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