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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

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Kj. Otto af Klercker: Studien über die Pentosurie (Forts. und Schluss)

56 NORD. MED. ARK., 1905, AFD. II, N:R 6. — K. O. AF KLERCKER.

Stillschweigen von den Autoren iibergangen wird, vorläufig nicht zu ersehen. Der Wohnort Warschau im Fall IV und Lodz im Fall IX und X klingen fur die eventuelle jiidische Herkunft dieser Patienten ein wenig verdächtig. In diesem Zusammenhang verdient vielleicht die grosse Anzahl von Geschäftsleuten unter den männlichen Pentosurikern hervorgehoben zu werden. Wenn ich von meinen eigenen Fallen absehe, die beide Handelsleute betrafen, so waren von den ubrigen sechs, bei denen diesbeziigliche Angaben iiberhaupt vorhanden sind, 4 Kaufleute, 1 Bankier und 1 Apotheker. Sämtliche Fälle scheinen den besser situierten Klassen anzugehören.

Es muss uns ausserdem auffallen, dass es sich hierbei um solche Berufe handelt, die bekanntlich infolge der mit denselben verbundenen steten psychischen Erregungen auch ein grosses Kontingent unserer Neurastheniker liefern. Ein Diskutieren möslicher äusserer Einflusse auf die Entstehung der Pentosurie ist indessen deshalb noch nicht angezeigt, weil wir vorläufig iiberhaupt nicht wissen, ob die Pentosurie erworben öder vielleicht kongenital ist.

Bas Wichtigste, was sich bisher in ätiologischer Beziehung herausgcsteUt hat, ist jedenfalls das nunmehr von verschiedi znen Sliten lonstatierte familiäre Anftreten der Pentosurie. Die ersten Angaben hieruber finden wir bei Brat (16), der in einer kleineu Anmerkung zu der Beschreibung seines Falles (VII) die Mitteilung macht, dass auch ein Bruder Pentosuriker war. Blumenthal (15) bestätigt dies mit dem Zusatz, dass die ubrigen Geschwister weder Diabetes, noch Pentosurie zeigen. Im Mai dieses Jahres (1904) ei*schien sodann Bials (10) Bericht äber Pentosurie bei drei Geschwistern.

Seitdem ich meinen ersten Fall von Pentosurie festgestellt habe, bin ich sogleich bestrebt gewesen, den Harn der anderen Familienmitglieder zur Untersuchung zu bekommen, und habe so zuletzt die ganze Familie durch drei Generationen bei verschiedenen Gelegenheiten in dieser Hinsicht durchmustern können. Als Resultat stellte sich heraus. dass in der aus 11 Mitgliedern bestehenden Familie 2 unter 7 Geschwistern mit Pentosurie behaftet waren. Ich lasse hier eine Ubersicht meiner diesbezi'io;lichen Untersuchuno-en folgen:

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