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Harald Ernberg: Studien über chronische Nephritis (Fortsetzung und Schluss)
26 NORD. MED. ARK., 1905, AFD. II, N:R 7. — HARALD ERNBERG.
Untersuchungen ist von Fleischer10) ausgefiihrt worden. Er liess eine gesunde Kontrollperson die gleiche Kost geniessen wie den Xephritispatienten und verglich so die Harnstoffquantität im Harne beider. Der Stickstoffgehalt in der Xahrungr gemischte Kost, wurde nicht bestiramt. Schon diese Urastände bedingen, wie von verschiedenen Seiten hervorgehoben worden ist, Fehlerquellen. Bedeutungsvoller scheint doch, dass Fleischer nicht erwähnt, ob die Kontrollperson dasselbe Körpergewicht gehabt hat wie der betreffende Patient. Er machte seine Untersuchungen 1881, d. h. zu einem Zeitpunkt, wo er keine Riicksicht auf den CalorienbegrifF senommen haben känn. In ein paar der Fälle ist doch die Stickstoffelimination so wesentlich kleiner als bei der Kontrollpereon, und die Versuche von so langer Dauer, dass sicher Stickstoffretention vorlag.
P. Muller28) und Mann25) haben Fälle mit Ödemen und bedeutender Stickstoffretention. Der letztere untersuchte einen Fall ohne Odeme während 5 Tao;e. Bei einer Energiezufuhr von 28 Cal. per kilo und 16 — 18 Gm. Stickstoff in der Nahrung trät eine Stickstoffretention von durchschnittlich 3,3 Gm. pro Tag ein. Die Versuchsanordnung macht offenbar, dass die Retention in diesem Falle (S. 122) pathologischer Art gewesen ist. Einige Tage nach Schluss des Versuches trät Urämie ein. Dies ist einer der ersten Fälle ohne Odeme, wo während der Umsatzversuches nachweislich eine Retention eingetreten war.
In einem der Fälle Kornblums18) (Versuch I, II) war die Energiezufuhr so reichlich fur eine kranke Person in Ruhezustande, dass die verringerte Stickstoffausfuhr wesentlich auf einer Eiweissersparung beriihen hann.
TVichtig-e Beiträo-e zu diesbezi'io;lichen Frasen wurden von v. Xoorden und Ritter33) 1891 gebracht. In einem der Versuche (Beobacht. 15) wurde eine bedeutende Retention an einem Patienten ohne Odeme öder urämische Symptome konstatiert. Da derartiofe Fälle ano-efuhrt worden und bei der Diskussion iiber das Verhältnis der Stickstoffretention zur Urämie von einer gewissen Bedeutung sind, muss betont werden, dass in diesem Falle die Fäces einen hohen Stickstoffgehalt hatten. Die Verfasser selbst heben hervor, dass es unmöglicb ist zu entscheiden, ob es sich um eine schlechte Resorption öder um abnorme Elimination handelt, aber gerade in dem in Rede stehenden Falle, wo eine gemischte Kost verabreicht wurde, war der Verlust mit den Fäces: 6,9 % Trockensubstanz,
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