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H. P. T. Oerum: Beiträge zur Methodik der klinischen Stuhluntersuchung
2 NORD. MED. ARK., 1905, AED. II, N:R 9. — H. P. T. OERUM.
Gerade von Strauss (Senator's Klinik) ist das zumeist herabsetzende Urteil iiber die Metode erschienen, und erst, als ich mit meiuen Untersuchungen in vollem Gange war, erschien eine Arbeit von Strauss1), \vo er die Methode einer recht wohlwollenden Kritik unterwirft und anerkennt, dass er sich in seiner fruheren Auffassung geirrt hat.
Die von Schmidt und Strassburger min verwendeten Methoden findet man genau in Ad. Schmidt's: »Die Funktionspriifung des Darmes mittels der Probekost, Wiesbaden 1904», beschrieben.
Ich lege diesen Beitrag zur Fäcesuntersucliung dar, ura das Interesse för die Sache zu erregen, da man gewiss nur durch Zusammenarbeiten wie bei der Magendiagnostik sichere positive Resultate erlangen känn. Wir begannen unsere Versuche in Frederiks Hospital Abt. A. (Prof. Gram) vor za. 1 Jahre, da aber unser Material nicht aus einer einzelnen Spezialität, sondern aus allén internen Krankheiten, besteht, haben wir noch nicht eine so grosse Anzahl Darmpatienten untersucht, dass sichere Schliisse sich iiber die praktische Bedeutuno- der Methode fur die Diagnostik ziehen lassen, und wir werden daher nur die von uns angewendete Methodik erwähnen.
I. Die Probekost.
Die von Schmidt und Strassburger nun verwendete Probekost muss im ganzen genomraea als u;ut bezeichnet werden. Es ist keine leichte Aufgabe, eine Kost, die alle Darmpatienten vertragen und die gleichzeitig die 3 Hauptgruppen von Nahrungsmitteln in angemessenem Verhältnisse zu einander enthält, zu finden.
Die angewendete Kost ist so zusammengesetzt:
Morgens: 0,5 L. Milch dazu 50 Gr. Zwieback.
Vormittags: 0,5 L. Haferschleim (öder 40 Gr. Hafergrtitze, 10 Gr. Butter, 200 Gr. Milch, 300 Gr. Wasser, 1 Ei bereitet (ilurchgeseiht).
Mittags: 125 Gr. gehacktes Rindfleisch (Rohgewicht) mit 20 Gr. Butter leicht iibergebraten, so dass es inwendig noch roh bleibt, dazu 250 Gr. Kartoffelbrei (aus 190 Gr. gemahlenen Kartoffeln, 100 Gr. Milch und 10 Gr. Butter bereitet).
J) Berl. klin. Wochenschrift. 1904.
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