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H. P. T. Oerum: Beiträge zur Methodik der klinischen Stuhluntersuchung
BEITRÄOE ZUR METHODIK DER KLINI8CIIEN STUULUXTERSUCHUNG. 3
Nachmittags: wie Morgens.
Abends: wie Vormittage.
Diese Kost besteht also aus: 1,5 L. Milch, 100 Gr. Zwieliack, 2 Eiern, 50 Gr. Butter, 125 Gr. Rindfleisch, 190 Gr. Kartoffelo und Schleim aus 80 Gr. Hafergriitze. Sie enthält ca.: 102 Gr. Eiweiss, 111 Gr. Fett, 191 Gr. Kohlenhydrate öder zusamraen 2,234 Kalorien (Roh-Kaiorien). Wo Milch nicht vertragen wird, känn sie durch Kakao (aus 20 Gr. Kakaopulver, 10 Gr. Zucker, 400 Gr. Wasser und 100 Gr. Milch bereitet) ersetzt werden. Die Probekost wird min gewöhnlich drei Tage läng, eventuell auch länger gegeben, jedenfalls so länge bis ein Stuhl, welcher sicher nur noch von dieser Diät stammt. zur Verfägung steht. Das ist bei normalem Stuhlgang meist schon bei der zweiten Defäkation nach Beginn des Versuches der Fall. Der Patient braucht eines besonderen Pulvers zur Abgrenzung des »Normalkotes» von dem Kot der fruheren Diät in der Regel gar nicht zu erhalten, da der Normalkot an seiner gleichmässigen Konsistenz und helleren Farbe gewöhnlich ohne weiteres erkannt werden känn. Wo dies doch wimschenswert ist öder wo der Gesammtkot von drei Tagen gesammelt werden soll, gibt man am Beginn und am Ende des ^\ ersuches je eine Oblate mit 0.3 gepulverten Karmins, welches den Verdauungskanal unverändert passiert und die entsprechende Kotpartie rot färbt.
Man hat gegen diese Probekost eingewandt, dass es zu beschwerlich ist, sie zu bereiten. Anfangs Hessen wir die Krankenwärterinnen die Diät fur jeden einzelnen Patienten machen, später haben wir sie aber in der Kuche bereiten lassen, da wir sie etwas öfter verwendeten. Unsere Speisekarte umfasst nun ausser der alten Verstopfungsdiät auch die »ScHMiDT'sche Diät . Darauf hat man den Einwand gemacht, dass der Patient es satt bekam, dieselbe Kost mehrere Tage hindurch zu bekommen. Unsere Erfahrungen sind genau die entgegengesetzten, die meisten Patienten bedauerten nach drei Tagen zu der alten Kost zuriickkehren zu sollen, da sie sich bei der ScHMlDT'schen Diät viel besser befanden.
Die Darmpaticnten vertragen die Kost sehr gut, die einzige Ausnahme sind, so weit unsere Erfahrung geht, Colitispatienten und die Patienten, die nicht Milch vertragen. In diesen Fallen lässt sich die Kost durchfuhren, wenn die Milch durch Kakao ersetzt wird.
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