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H. P. T. Oerum: Beiträge zur Methodik der klinischen Stuhluntersuchung
4 NORD. .MED. ARK.. 1905, AFD. II. N:R 9. — H. P. T. OERUM.
Da der Appetit der verschiedenen Individuen ein wenig variieren känn, muss inan das Quantum etwas regulieren, waa sich am besten mit der Milch Morgena und Nachmittags und mit dem Rindfleische, dagegen nicht mit Kartoffelbrei ausfuliren lass t.
Wenn man die Kost als eine wirkliehe Diät gebrauchen will, känn man das Rindfleisch durchbraten und das Verhältnis zwischen Eiweiss, Fett und Kohlenhvdraten nach dem Ausfalle der Untersuchung mit der Probekost variieren.
II. Die Untersuchung.
Da ich in der letzten Zeit immer quantitative Untersuchung an die qualitative angekniipft, habe ich stets die Probekost mit Karmin abgegrenzt.
Man beatimmt nun erst die Verweildauer, die normaler Weise von 15 — 24 Stunden ist. Bei Diarrhöe känn sie von 10 — 15 Stunden dauern, und das Leiden hat dann seinen Sitz in dem unteren Teil des Colons, öder 5 Stunden öder darunter, und das Leiden sitzt dann in dem ganzen Darme. Andererseits känn man z. B. bei Verstoplung sehen, dass der Karmin sich erst am dritten Tage trotz täglichen Stuhlganges zeigt. Allein durch die Verweildauer haben wir also gute Auskunfte iiber die Darmarbeit erhalten.
A. Makroskopisolie Uiitersuchun?.
Man unterwirft selbstverständlich den Stuhl einer griindlichen Besichtigung mit Bezug auf Konsistenz, Farbe, Geruch, ehe man zu der näheren Detailuntersuchung schreitet.
Zu diesem Zwecke entfernt man die rötlich gefärbten Partien öder untersucht die erste Portion, \vo die rote Farbe verschwunden ist. Man durchriihrt nun mit einem hulzernen Spatel die Fäces griindlich und wägt dieselben ab, wenn man eine quantitative Untersuchung anzustellen wiinscht.
20 Gramm Stuhl von fester Konsistenz 25 Gramm von breiiger Konsistenz 40 Kubctm. von diinner Konsistenz
öder nimmt ein etwa walnussgrosses Quantum, wenn man nur die qualitative Untersuchung unternehmen will. Diese Portion wird
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