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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

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Sida 376

Carl Sundberg: Die Cytologie der Pleura- und Peritonealergüsse

2 NORD. MED. ARK., 1005, AFD. II. NIR 10. — C. SUNDBERG.

rolle in der Lebre der erwähnten Krankbeiten spielen. Indem wir rucksicbtlich der historischen Darstellung dieses Themas besonders auf C. RäUCHFUSS J) und C. ViERORDT 2) verweisen. Avollen wir hier nur so viel da von rekapitulieren. als fur das Folgende notwendig sein känn.

So finden wir scbon bei J. Fr. Meckel 3) (im Jahre 1812) und bei Kreysig4) (1814 — 1816) die beiden Wege vorgezeichnet, auf denen man seitdem fortgescbritten ist. Meckel hatte allerdings fruher die Ähnlicbkeit der menschlichen missgebildeten Herzen mit den Herzen niederer Tiere hervorgeboben und somit einer vergleichend-anatomiseben Auffassung gehuldigt. Später aber fand er, dass jene Herzen am natiirlichsten mit den verschiedenen Entwicklungsstufen der Herzen menschlicher Embryos selbst vergleicbbar sind, und so hat Meckel das Verdienst die embryologische Anschauungsweise eingefiihrt zu baben. Besonders fielen ihm dabei die Kammerscheidewanddefekte in die Augen, und er fand, dass diese Herzen den Herzen 7 — 10 wöchentlicher Embryos ähnlieh waren. Er gewahrte ausserdem die Kombination dieses Defektes mit einer engen Pulmonalarterie und hob den Zusammenhang der beiden Störuno-en bervor. Als er aber in anderen Fallen dieselben Scheidewanddefekte bei normal weiter, selbst bei erweiterter Lungenarterie sah, sah er sich genötigt diesen Zusammenhang zu lockern. Meckel erkannte nämlich in dem Kammerseptumdefekt eine primäre Entwicklungshemmung, wobei die gewöhnliche Enge der Pulmonalarterie nur eine sekundäre Erscheinunosein sollte, eine durch die Ablenkung des Blutstromes aus der rechten Kammer in die Aorta veranlasste Hypoplasie. Aber, wo liegt das primum movens dieser Störung? Meckel's Antwort lautet: Mangel an Energie der bildenden Kraft allein. ohne Hinzutritt einer entfernten mechanischen Ursache veranlassen das Offenbleiben der Scheidewand, wie dies auch hinläno-lich das s;emeinschaftlicbe Vorkommen desselben mit so vielen anderen analogen Missbildungen beweist.

KREYSIG war der erste der deu anderen Weg betrat. Er weist darauf hin, dass infolge von Bildungsfehlern des Herzens, welche eine Hemmung in den Kreislauf bringen, schon bei kleinen Kindern eine Entziindung in den grossen Gefässostien und Gefässstämmen entstehen könne. und er fordert dazu auf. bei Sektionen nach solchen entziindlichen Merkmalen zu forschen. Die Ideen Kreysig's gipfelten in der Lehre von der

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