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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

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Carl Sundberg: Die Cytologie der Pleura- und Peritonealergüsse

ZUR AETIOLOGIE t". PATH06ENESE D. ANGEB. HERZKRAXKHEITEX. 3

(otalen Endocarditis. wie sie in erster Linie von RoKlTANSKY 5) (1842). besondera aber von H. Meter6) (1857) proklamiert

wurde. Eine fötale Entzundung mit Prädilektion för das rechte Oslinm arteriosum, resp. dessen Conus. d. h. eine Eudo- resp. Endo-mvo-carditis sollte jenen pathologischen Prozess eröffnen. welcher seinerseits mit Sehrumpfnng nnd Stenose des Ostiums endigte. Je nachdem diese primåre Stenose fruher öder später iui Fötalleben einträte. um so erheblicher wurden naturlich auch die sekundären Stauungserscheinungen fur die weitere Entwieklung der verschiedenen Herzabschnitte. Nehmen wir, um ein orientierendes Beispiel zu erwähnen, an. dass eine stenosierende Entziindung der Pulmonalis in so fruher Zeit aufträte. dass die Scheidewände des Vorhofsteils und des Kammerteils gewisserm assen noch nicht fertig gebildet sind. Die nächste Folge dieser Stenose wurde eine Blutstauung mit Dilatation des rechten Herzens und Hemmung der Entwieklung der Septa sein. Der Blutstrom wiirde dabei durch die noch weit offen stehenden Offnuniren der Scheidewände nach links hiniibero-elenkt und die Offnungen nicht rechtzeitig, vielleicht nie, verschlossen werden. Je vollständiger eine solche Stenose wäre, um so grösser wurden auch dié sekundären Hemmungen hervortreten. Das eine Mal entstände ein Cor triloculare biventriculare. das andcre Mal ein Cor biloculare. das dritte Mal ein Herz mit partiellen Defekten u. s. w. Es könnte auch sein. dass die Stenose der Pulmonalis so fruh einträte. dass das embrvonale Ostium venosum commune, der Ohrkanal, dauernd ungeteilt blielie. Träten andererseits die Stenose und die Stauung relativ spät auf, öder wären dieselben wenigstens von Anfang an uubedeutend. so konnte die kongenitale Anomalie sich auf eine einfache Pulmonalstenose beschränken, und die Cirkulation des kleinen Kreislaufes wiirde durch den offen gebliebenen Ductus Botalli einigermassen kompensiert. was bekanntlich der gewöhnlichste Fall ist. Mutatis mutandis wurde sich die analoge Aortastenose mit ihren Folgen gestalten. — So wurde dit entsundlicht Stauungstheorie der kongenitalen Herzfehler gegrundet und fortgeföhrt.

Die Hemmungstheorie im Sinne Meckel*s wurde von Lindes (1865) 7) und von Rokitansky (1875) 8), die sich beide auf selbständige eingehende embryologjsche Forschungen stiitzten. weiter verfolgt. Die Resultate dieser embryologischen Studien, welche sowohl unter sich als auch von den späteren Darstel-

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