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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

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Carl Sundberg: Die Cytologie der Pleura- und Peritonealergüsse

ZDR AETIOLOGIE U. PATHOGEXESE D. AXGEB. HERZKRAXKHEITEX. 5

Die Ausfuhrung Lixdes' wurde aber nicht allgemein anerkannt öder gewurdigt. ZNI i t dem Eintreten Rokitaxskys fur die nämliche Idee wurde doch um so viel mehr Gewicht auf dieselbe gelegt als Rokitaxsky auch der Entzlindungstheorie volle Rechnung trug. Rokitaxsky. der friiher — wie sehon oben erwähnt — die Theorie der fötalen Endocarditis inspiriert hatte, legte nämlich später der primären Entwicklungshemmung grössere Bedeutung l>ei. Die fötale Endocarditis sei oft nur eine sekundäre, aber ancli eine sehr gewöhnliche Komplikation der primären Hemmung. Der gewöhnlichste Fall wäre also: zuerst eine fehlerhafte Bildung des Septum Trunei arteriosi mit Deviation des Septums nach rechts; in dem so verengerten Pulmonalostium schliche sich sekundär eine Entzöndung ein um nachher die stenosierenden Effekte immer stärker auszubilden.

Diese Auffassung Rokitaxsky:s bot die orossen Vorteile, dass sowohl die entzundlichen Stenosen mit Schrumpfungen der Klappen und der Ostien als auch die einfaehen Verengerungen ohne Schrumpfung, also die nicht entzundlichen, sich dadurch ganz einfach erklären liessen. Wié hoch aber RoKITANSKY die Bedeutung der primären Entwicklungsstörung schätzte, geht hesonders deutlich hervor aus der Auslegung der unkomplicierten Septumdefekte. Er konstatierte das häufige Zusammentreften von Septumdefekten der Vorhufe mit Enge der Aorta — ohne Stenose st nsa strictiori — aber mit erweiterter Lungenarterie. Auch in dieseu Fallen wird die Enge der Aorta als die primäre Störung angesehen, von welcher die Stauung in den Vorhöien und die Defektbildung des Vorhofsseptums herzuleiten sind.

Die Ansichten RoKITANSKY's stellten schliesslich die immerhin schwer verständliche Verteilung des häufigeren rechtsseitigen Auftretens der kongenitalen Herzfehler im Vergleich mit den im allgemeinen linksseitigen extrauterin erworbenen Endokarditiden in ein guustigeres Licht. Später wurde dieser Satz nur dahin revidiert. dass er bloss fur die sekundär en kongenitalen Endokarditiden gelten konnte. Die primären Endokarditiden durfen beide Seiten nahezu gleichmässig betreffen.

Wie schwierig ee aber ist im konkreten Falle zu beurteilen was fötal entzimdlich und was entwicklunoso-eschichtlich fehlerhaft ist, geht u. a. aus den Darstellungen des Gegen-Btandes in unseren Lehr- und Haudbiichern deutlich hervor.

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