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Carl Sundberg: Die Cytologie der Pleura- und Peritonealergüsse
DIE CYTOLOGIE DER PLEURA- U. PERITONEALERGUSSE. 41
geschwollenen und degenerierten Endotbelien sowie spärlichen Lymphooyten und einzeluen roten Blutkörpercben.
In beiden Pleuren fanden wir also zahlreiche polynukleare Leukocyten nebst zahlreichen Endotbelien; das vorhandene, nicht unbedeutende Fieber ist wohl Ausdruck einer Infektion, in Folge welcher die polynuklearen Leukocyten aufgetreten sind. Aber der doppelseitige Erguss in die Pleuren, bei gleichzeitig vorhandenem Aseites und Ödemen machen die Annahme eines gleichzeitig vorhandenen Hydrothorax nicht unwahrscheinlich. Es scheint mir deshalb gut möglich, dass der Fall wie Fall 18 und 21 als Ausdruck einer Infektion bei schon bestehendein Hydrothorax aufzufassen ist; die Abwesenheit aller Reizsymptome von Seiten der Pleuren ist alsdann leicht erklärlich.
Fall 24. 62-jäbr. Frau. Aufg. 7 6 02, ausg. */» 02, aufg. 24 u 02, gest. 2 12 02.
Anamncse: Mehrere Male wegen Cardiosclerose im Krankenbause gepflegt.
Status: Cyanose, Dyspnöe, P>einöderae. Normale Temperatur. Empbysem, links Erguss bis zur Mitte der Scapula. Geringer Aseites.
9/6. Punktion der Pleura: Klare, seröse Fliissigkeit mit zahlreicben roten Blutkörpercben und Lymphocyten, spärlichen polynuklearen Leukocyten und etwas zablreicheren protoplasmareichen, mouonuklearen Zellen (Endotbelien?). Bei der Wiederaufnahme waren die Ödeme grösser als vorher, links ein Erguss bis zur Spina scapulre, Temperatur normal, Aseites.
-•' ii. Punktion der Unken Pleura: Klare, seröse Fliissigkeit mit mässigem Sediment aus roten Blutkörpercben und Lymphocyten, sowie spärlichen polynuklearen und einzelnen grossen mononuklearen Leukocyten.
Sektion: Pleura links glatt mit bedeutendem Erguss, Lungen ödematös. Lebercirrhose.
Der Fall ist insofern bemerkenswert als trotz glatter Pleura Endothelzellen gänzlich fehlten und die Lymphocyten iiberwo^en. Der Erguss in die Pleura war sicherlich schon
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vor langer Zeit eingetreten, und vielleicht ist hierauf das reichliche Auftreten letzterer Zellen zuruckzufiihren.
Fall 25. G3-jäbr. Mann. Aufg. 20/ö 02, gest. Ve 02.
Anamnese: Seit 1901 Atemnot, seit Januar 1902 Beinödeme, nach und nach sich auf den Oberkörper erstreckend.
Xord. med. arkiv, 1905. Afd. II. N:r II. 4
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