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Kj. Otto af Klercker: Studien über die Pentosurie
STUDIEN UBER DIE PEXTOSURIE. Ö
Was nun das Verhalten dieser Pentosen gegenuber den gewöhnlichen Zuckerreagentien betrifft, so reduzieren sie Metailoxyde in alkalischer Lösung, geben also sowohl die Trom-MERSche und FBHLINGsche als die ALMÉN-NYLANDERsche Zuckerreaktion. Und zwar reduzieren sie beide die FEHLlNGsche Lösung stärker als die Glukose; die Arabinose aber stärker als die Xylose (111). Mit Hefe vergären sie dagegen nicht (110,111). Die Phenylhydrazinprobe liefert typische Osazonkrvstalle, die denen des Glukosazons sehr ähnlich sehen, jedoch etwas leichter löslich sind und vor allem einen anderen Schuielzpunkt besitzen. Dieser ist ungefähr derselbe bei Arabinosazon und Xylosazon und känn durchschnittlich zu 160c C. gesetzt werden. während das Glukosazon bei 205 schmilzt. Die optischen Eigenschaften der beiden Pentosazone sind indessen etwas ver-Bchieden. Während das Arabinosazon änfangs in alkoholischer Lösung optisch inaktiv befunden wurde (28, S. 385, Anm.), hat später Neuberg (85) durch seine Pyridin- Alkohol-Methode 0 '.i- g. Substanz in 4 ccm. Pyridin + 6 ccm. Alkohol) eine deutliche Kechtsdrehung konstatieren können: und zwar zeigte die Lösung im Dezimeterrohr bei Natriumlicht k = + l,°io'. Das Xvlosazon da^egen ist linksdrehend, und eine 4 % alkoholische Lösung desselben dreht nach FlSCHER im Dezimeterrohr 1.3 nach links ("28, S. 385 Anm.), während bei der Pyridin-Alkohol-Methode nach Xeuberg die Ablenkung a = — 0,°i5' beträgt (85).
Um Pentosen nachzuweisen, bedienten sich TOLLENS und seine Schiiler zuerst der Fähigkeit pentosehaltiger Substanzen. bei Destillation mit Säuren Furfurol zu liefern. das durch die Ptötung von Anilinazetat leicht im Destillat nachzuweisen war. Sie haben unter Zugrundelegung dieser Eigenschaft eine quantitative Methode ausgearbeitet.
Ihnen geböhrt auch der Yerdienst, die gebräuchlichen einiacheren P^arbenreaktionen zuerst als Pentosereaktionen gedeutet zu haben. Schon fruher wusste man, dass Gummi arabicum mit Phloroglucin und Salzsäure bei Erwärmung eine ^chöne kirschrote Farbe (Ihl 1887, zit. n. 121, S. 314), und mit Orcin und Salzsäure einen tief blaugrun gefärbten, in Weingeist löslichen Xiederschlag erzeugt (C. Eeichl 1879, zit. n. 92 a). Tollens und seine Schiiler zeigten nun, dass diese Reaktionen ihre Ursache in einen Gehalt an Arabinose hatten, und ferner, dass sie ebenfalls von der Xvlose segeben wurden und also
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