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Kj. Otto af Klercker: Studien über die Pentosurie
4 NORD. MED. ARK.. 1905, AFD. II. X:R 1. — K. O. AF KLERCKER.
als generelle Pentosenreaktionen gelten konnten (121, 1). Sie haben die Reaktionen auch dadurch weiter ausgebildet, dass sie das spektroskopische Verhalten der beziiglichen Farbstoffe feststellten; und zwar zeigte hierbei die kirschrote Farblösung bei der Phloroglueinreaktion einen Absorptionstreifen neben dem Gelb ira anfangenden (Trän, in der Mitte zwischen D und E. während die Alkohollösung des griinen Farbstoffes bei der Orcinreaktion einen Streifen näher dem roten Ende des Spektrums zwischen C und D. in der Xähe von D lieferte (1).
Die beiden Pentosen unterscheiden sich. ausser durcb das schon erwähnte optische Verhalten ihrer Osazone, auch selbst durch ihre physikalischen Eigenschaften. vor allem durch das sehr verschiedene Verhalten ihrer Lösungen gegeniiber dem polarisierten Lichte. Die Arabinose ist nämlich sehr stark rechtsdrehend, [aL= + 104 bis 105 (116). während die Xylose umgekehrt nur unbedeutend nach rechts dreht, [a]D = + 18 lus 19 (121). Zur Unterscheidung der beiden Pentosen hat FlSCHER ferner vorgeschlagen, das Verhalten der Arabinose gegeniiber p-Bromphenylhvdrazin zu benutzen. In schwach essigsaurer Lösung liefert die Arabinose mit diesem substituierten Phenylhydrazin bei Zimmertemperatur ein schwer lösliches Hydrazon, wie es aus der Xylose unter denselben Bedingungen nicht zu erhalten ist (34). Als spezifisches Kennzeichen der Xylose dagegen dient unter anderem ein in verdiinntem Alkohol schwer lösliches Doppelsalz des Kadmiums mit Xvlonsäure und Brom f Bertrand. zit. n. 116).
In Bezug auf den Zusammenhang zwischen diesen Pentosen und den Hexosen hat FlSCHER cjezeio;t. dass das von Kiliaxi durch seine oben erwähnte. sog. Cyanhydrinreaktion aus Arabinose gewonnene Arabinoskarbonsäurelakton das optisch entgegengesetzte Isomere des Mannonsäurelaktons ist, das seinerseits durch Oxydation von Maunose. der von FlSCHER zuerst kunstlich aus Mannit erhaltenen Hexose. gebildet wird (2H). Nach Auskrystallisierung dieses 1-Mannonsäurelaktons, wie er den betrefienden Körper nennt. hat er aber ausserdem aus der Mutterlauge eine andere isomere Hexonsäure in geringer Menge als Kalziumverbindung isolieren können, die sich als der optische Antipode der aus gewöhnlichem Traubenzucker (d-Glukose) erhaltenen Glukonsäure darstellte und daher als 1-Glukonsäure bezeichnet wurde. Durch Erhitzung mit Pvridin können die beiden Hexonsäuren ausser-
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