Sida 50
Kj. Otto af Klercker: Studien über die Pentosurie
8 XORD. MED. ARK., 1905, ÅFD. II, S:R 1. — K. O. AF KLERCKER.
feststeilen können. Ich werde hier nur die Formeln fur die beiden Arabinosen und Xylosen wiedergeben:
COH COH COH COH
IICOH HO H H OH HO — H
HOCH H OH HO — H H OH
HOCH H — OH H- OH HO H
CH,OH CH,OH CH,OH CH2OH
1-Arabinose d-Arabinose 1-Xylose d-Xylose
In Analogie mit den Hexosen ist es nicht in Abrede zu stellen. dass auch Pentosen, die statt der Aldehydgruppe eine Ketongruppe enthalten, existieren können. Diese strukturisomeren Ketopentosen [OH2OH(CHOH),COCH,OH] enthalten nur zwei asymmetrische Kohlenstoffatome, und theoretisch sind also vier Stereoisoraere zu erwarten.
Durch Einwirkung eines aus Vogelbeeren reingeziichteten Bakteriums, das befähiot ist. durch eine Oxvdationsa;äruncp trewisse mehrwertige Alkohole der Zuckerreihe in entsprechende Ketosen uberzufiihren, ist es auch Bertrand gelungen, aus 1-Arabit eine Keto-Arabinose zu erhalten (z. n. Xeuberg 86 x).
Zu den Pentosen werden ausserdem einige zuckerähnliche Substanzen gezählt, die chemisch als substituierte Pentosen, Methylpentosen. aufzufassen sind. Ich erwähne hier nur die am besten bekannte, die Rhamnose, die in mehreren Pflanzen als Glykosid öder vielmehr Pentosid gefunden worden ist.
Von grösserem Interesse ist dagegen wegen ihrer näheren Beziehung zu den Pentosen die 1879 von Schmiedeberg und Meyer (106) entdeckte Glukuronsäure. So benannten sie eine Säure. die sie aus dem Harn von mit Kampher gefutterten Hunden in der Form einer komplexen Kamphoglukuronsäure darstellen konnten. Den Xamen Glukuronsäure wählten die beiden Forscher. um damit eine vermutete Abstammung aus der Glukose anzudeuten. wofur sowohl die Fähigkeit der Säure, alkalische Cu-Oxydlösung zu reduzieren und die Polarisationsebene nach rechts zu drehen, wie ihre Zusammensetzung <C6H10O7) zu sprechen schien. Xach ihrer Vermutung war die Säure als eine Aldehydsäure mit intermediärer Stellung zwi- ^chen der Glukonsäure und der Zuckersäure aufzufassen.
x) Vgl. auch Neuberg 88.
Källa: Internet Archive ·
