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Johan Ludvig Runebergs hundraårsminne: festskrift den 5 februari 1904

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Runeberg in Deutschland, af Wolrad Eigenbrodt

WOLRAD EIGEKBRODT.

lichkeit, den ersten Gesang der Elchjäger mit mir durchzugehen und mich auf die Mangel meiner Hexameter aufmerksam zu machen. Sein Grundsatz war, dass Trochäen möglichst zu vermeiden seien und dass im Hexameter als einem daktylichen Versmaasse der Versanfang ein Daktylus sein mtlsse, damit der Leser öder Hörer gleich in das Characteristische des Rhythmus hineingezogen werde. Wiewohl dieser Grundsatz mir einleuchtete und ich ihm zu folgen suchte, vermochte ich ihn doch nicht in der Praxis genttgend durchzufohren. Paul sagte mir später einmal in seiner trockenen Weise Qber meine Hexameter: «Nun, es gibt schlechtere».

In Freiburg begegnete mir auch der erste Deutsche, der Rimeberg schon kannte: ein jugendlicher Student mit Namen Albert Lätzmann, Er war in Schweden gewesen, las Runeberg im Original und hatte den Versuch gemacht, Hanna, von welcher Dichtung er damals besonders entzttckt war, ins Deutsche zu Qbersetzen. So hatte er natQrlich Interesse an meinem Untemehmen und war mir bald befreundet.

Kines Tages (Iberraschte uns Professor Meyer mit der Nachricht, in seinem Hause habe einer der Haupthelden aus Fähnrich Ståls Erzählungen Wohnung genommen: Karl von Adlercreutz. Es war ein junger, liebenswtlrdiger schwedischer Heilgymnast dieses Namens, der sich ims bald freundschaftlich anschloss.

So war ein kleiner Kreis gebildet, in dem sehr viel vom Norden, besonders von Schweden und Runeberg gesprochen wurde, um so mehr, als jenes schwedische Mädchen, von dessen Lippen ich zum ersten male Verse von Runeberg gehört hatte, meine Gattin geworden war.

Nicht wenig erfreut waren wir, als Professor Noreen aus Upsala zu kurzem Besuche in Freiburg eintraf. Mit ihm verbrachten wir in dem Wirtsgarten zu Kyburg in einem auf Freiburg mtlndenden lieblichen Schwarzwaldthal einen unvergesslichen Abend.

Einen solchen Kreis fand ich nach meiner Uebersiedelung nach Karlsruhe dort nicht vor. Nachdem ich hier, durch das Interesse und den sachverständigen Rat meiner Frau in meiner Arbeit beständig gefördert, die Uebersetzimg vollendet hatte, (frQhere Uebersetzungen von Dichtungen Runebergs hatte ich nicht gelesen

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