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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

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Harald Ernberg: Studien über chronische Nephritis

4 XOED. MED. ARK., 1905, AFD. II, N:R 3. — HARALD ERNBERG.

der Nahrung, mit welcher Stickstoffgleichgewicht erzielt werden konnte, stimmt. Aus den Versuchen geht ferner hervor. dass die Stickstoffelimination im Harn während dieses Stickstoffhungers in einer bei den verschiedenen Versuchspersonen in höhem Grade regelmässigen und gleichen Weise verlief, unabhängig von der Energiemenge der Kost, sobald diese den Bedarf nicht unterstieg.

Ungefähr gleichzeitig machte SlVÉN 43) einen ähnlichen Stickstoffhungerversuch, mit der gleichen eharakteristischen Senkung der Eliminationskurve. Cedercreutz ') bestätigte an 2 gesunden Individuen in 3 Versuchen die Resultate Laxder-GRENS.

Diese plrysiologiscbe Stickstoffhungerkurve bietet, wie Landergren hervorhebt, einen besonders zweckmässigen phvsiologischen Vergleichungspunkt bei Untersuchungen iiber einen pathologischen Stickstoffumsatz, und wie ich weiterhin nachzuweisen versuchen werde, bietet derselbe sanz besondere Vorteile beirn Studium des Stickstoffumsatzes bei Nephritis.

Um das phvsiologische Vergleichsmaterial und die Kenntnis von den Variationen in der Eliminationskurve, die innerhalb der normalen Grenzen liegen, zu vermehren, habe ich 3 Versuche an Individuen mit normalem Eiweissumsatz gemacht. Die Versuchsanordnung war insofern modifiziert. als sie bettlägerig waren. Die vorhergehenden Versuche sind an Personen ausgefuhrt worden, die herum gingen und ihre gewuhnliche Arbeit versorgten, demnach mit einem grösseren Energiebed arf. In drei von Landergren's Versuchen, wo die Calorienzufuhr im Verhältnis zur Arbeit reichlich war, 37,8 — 45,2 Cal. per Kg. Netto, wurden die niedrigsten TV^rte erzielt. In zwei anderen, wo dieselbe knapp öder unzulänglich war, lag die Kurve etwas huher, d. h. der Organismus spaltete etwas mehr als notwendig von seinem eigenen Eiwei-s.

Die Kost, die die Xephritispatienten in den folgenden Versuchen erhielten, war auf Grund ihrer ungewohnten Beschaffenheit fur manche weniger ansprechend, und es war demnach wiinschenswert, dass die Tao-esration sich so nahe wie mö2;lich iiber der Grenze hielt, die fiir eine bettlägerige Person den ausreichenden aber minimalen Kraftbedarf kennzeichnete. Die Versuche an gesunden, bettlägerigen Individuen mussten demnach mit etwas niedrigerer Energiezufuhr, aber doch so, dass sie ausreichend war, semacht werden.

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