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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

Originalsida 113
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Originalsida 112
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Sida 113

Harald Ernberg: Studien über chronische Nephritis

STUDIEN UB. CHRONISCHE NEPHRITIS. O

In sämtlichen Versuchen wurde die mehrmals mit gut

iibereinstimmenden Resultaten analysierte Kost angewendet, die Landergren empfohlen hat:

X-armes Bröt: 100 Tle Weizenmehl, 100 Tle Maizena, 55 Tle geschmolzene Butter, ungefäbr 15 Tle Presshefe und etwas Kummel.

N-arme Cakes: 100 Tle Weizenmehl, 300 Tle Maizena, 75 Tle Rohr- und 75 Tle Alilchzucker, 150 Tle geschmolzene Butter und 1 — 2 Teelöffel Hefenpulver.

Kartoffelpiiree: 100 Tle gekochte, geriehene Kartoffeln, 25 Tle geschmolzene Butter.

Von diesen Xahrungsstoffen wurden täglich verzehrt 100 — 200 Gm. Bröt, 150—250 Gm. Cakes, 100—200 Gm. Kartoffelpiiree, ferner Butter und Zucker, verschieden je nach dem berechneten Energiebedarf. Als Getränk 2—400 Gm. Tee, 100 Gm. Kaffe und Wasser ad libitum. Bröt und Cakes wurden fiir jede Versuchsserie auf einmal bereitet; das Kartoffelpiiree fur 2 Tage zur Zeit.

Die Nahrung wurde auf 4 Mablzeiten täglich, und mit wenigen Ausnahrnen die gleiche Quantität Speise jeden Tag verteilt. Der Harn wurde von 7 Uhr morgens bis zur selben Zeit am folo;ende Taoe wemessen und mit Chloroform bewahrt. Von der gesammelten Tagesmenge Stickstoffanalyse nach Kjeldahl*); die erhaltenen YVerte sind in einer Mehrzahl Fälle nach gut iibereinstimmenden Doppelanalysen berechnet worden.

Diese ersten Versuche wurden an 3 Frauen in den mittleren Jahren gemacht. wo ich Anlass hatte, eine Xierenaffektion öder andere Krankheit mit pathologischen Stickstoffumsatz auszuschliessen. Die Diät vor den Versuchen bestand in gemischter Kost.

In Laxdergren's Versuchen belief sich der maximale Verlust mit den Fäces auf 100 Cal. In Cedercreutz' Versuchen hielt sich auch der Verlust unter dieser Ziffer. Ich habe daher in den folgenden Versuchen den Verlust auf 100 Cal. berechnet. Ein wesentlich grösserer Verlust ist unwahrscheinlich, und ein kleinerer Verlust spielt keine Rolle fiir das Versuchsresultat. Die Calorienziffern sind nach dieser Xettoberechnung und der Gehalt an stickstoffhaltiger Substanz, Fett und Kohlehvdraten in der Xahrung nach Durchschnittszahlen von den Analysen Landergrex's ano;eo;eben.

*) Mit einem kleineren Teil der Kjeldahls-Analysen ht Kand. Phil. TORA Ro-SENBEKG mir behulflieh geweäen.

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