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Nordische medicinische Literatur 1905
PATOLOGISK ANATOMI, BAKTERIOLOGI M. M. 3
pisch) nachweisen können; Versache mit verschiedenen Albuminaten and Sera ergaben aber keine Bindung. Weiter hat man, gestiitzt auf Experimente von Hamburger and andere, angenommen, dass das Chlor nnter Kohlensäureeinwirkung (Cyanose) an die roten Blutkörpercben gebunden wurde. Das scheint aber nur in vitro, nicbt im Organismus Giiltigkeit zu haben; Blutserum von aspbyktischen Kaninchen (Tracheoligatur) entbielt ungefähr dieselbe Menge (0,eo Proz.) Chlornatrium wie vor der Aspbyxie (0,61 Proz.). (Das Blut wurde unter Ölschicbt aufgefaogen und zentrifugiert.)
Die Ursache der Chlorretention ist teils in einer verrainderten Wasserausscheidung (Xepbritis, Xierenstase), teils in einer erböbten Permeabilität der Gefässe (kacbektischen Zuständen) zu suchen; ihre Bedeutung ist die normale osmotische Konzeutration der Fliissigkeiten zu erhalten.
Die Untersucbungsergebnisse und Gesicbtspunkte werden dann auf den verschiedenen pathologischen Zuständen mit Chlorretention appliziert. Äutoreferat,
2. EINAR RODHE (S): Fall af ensidig- mammalivpertrofl. (Fall von einseitiger Hypertrophia mammx.) Hygiea 1904, s. 1244—1247.
Beschreibung mit Photographie eines Falles dieser sehr seltenen Abnormität. Der Fall betrifft ein 17-jäkriges Dienstmädehen, und ist die Hypertrophia mit der ersten Menstruation im Jahre 1901 eingesetzt. Von der Zeit ist die linke Brustdruse immer zugewachsen. Die rechte Driise normal. In der Literatur hat Verf. etwa 20 derartige Fälle gefunden. Carl Sundberg.
3. A. REUTERSKIÖLD (S): Om primärt lymfosarkom i tunntarmen.
(I ber primäres Lymphosarkom des Dumularms.) Upsala Läkarefören. förhandl N. f., bd. 10, 1904, s. 176-198.
Ein 11-jähriger Knabe war vor 14 Tagen unter Symptomen von Ileus plötzlich erkrankt, ein Anfall, der damals sehnell voriiber ging, nach einer Woche sich aber wiederholte und dann dauernd blieb. — Beträchlich gespannter Bauch mit sicht- und fuhlbaren peristaltiscben Bewegungen, am stärksten in der Nabelgegend; kein palpabler Tumör. Puls ea. 100, Temp. 37, 5°. Lavements wurden verordnet, 1 Liter ging hinein und hatte anfangs nicbt unbedeutenden Windabgang zur Folge, wodurch die Spannung abnahm, später ohne Resultat. Diagnose: Obtarationsileus (Tumör öder »Knickang»). Laparotomie zeigte einen apfelgrossen Tumör bei der Valv. Bauh. Primäre Darmresektion mit terminaler Suturierung, da das hypertropbische und dilatierte Ileum sicli von derselben Weite wie das Coecum erwies. Drainage um die Suturstelle. Tod 30 Stunden nach der Operation. Die Obduktion zeigte Bronchopneumonien, am Operationsfelde nichts Abnormes, einige vergrösserte Lymphdriisen im Mesenterium, im ubrigen keine Metastasen.
Das Präparat wurde von Dr. Artur Vestberg in Upsala untersucbt. Der Tumör ragte in das Darmlumen hinein und fiillte es am Ubergang zwischen Ileum und Coecum ans. Er war rund. Länge 5,5,
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