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Nordiskt medicinskt arkiv 1905

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H. P. T. Oerum: Beiträge zur Methodik der klinischen Stuhluntersuchung

6 XORD. MED. ARK., 1905, AFD. II, X:R 9. — II. P. T. OEROI.

3. .Reste von Bindegewebe und Sehnen aus dem genossenen Hackrleisch. Dieselben lassen sich an ihrer weissgelben Farbe, ihrer fad en art igen Gestalt und ihrer derben Konsistenz ohne weiteres vom Schleim unterscheiden. In zweifelhaften Fallen wird ein Fädchen unter dem Mikroskope mit einem Tropfen Essigsäure behandelt; bei Bindegewebe verschwindet die fädige Struktur, während sie bei Schleim dann erst hervortreten. Ganz vereinzelte kleine Sehnenfädchen trifft man gelegentlich auch bei normaler Verdauung. Sobald sie aber zahlreieher und grösser erscheinen, handelt es sicli um eine Störung der Verdauung und zwar um eine solche der Magenverdauung.

4. Reste von Muskel^ewebe. Meist ^anz kleine braunge-

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färbte wie Holzsplitter aussebende Stiickchen, lassen sich durch Druck zerkleinern und zeigen unter dem Mikroskop Muskelstruktur. Gelegentlich kommen Bindegewebe- und Muskelreste mit einander verbunden als Fleischreste vor. Die Muskelreste deuten auf eine Störung der Darmverdauung.

5. KartofFelreste. Die Kartoftelreste erscheinen als sagokoi*nartige glasig durchscheinende Körner und können leicht mit Schleimflocken verweehselt werden. Zur Untersuchung dient ihre kuiieliije Gestalt und ihre irrössere Konsistenz, welche sie aus dem Niveau der dunn ausgegossenen Kotschicht lierausragen lässt, während der Schleim sich flach ausbreitet. Unter dem Mikroskop zerdriickt zeigen sie Kartofielzellen mit durch Jod blau färbbaren Stärkekörnerresten.

6. Grosse Krystalle von pho-phorsaurer Ammoniak-Magnesia. Dieselben sind in seltenen Fallen in iaulenden stinkenden Stuhlen vorhanden, heischen beim Vej-reiben des Kötes einen Mörser und lassen sich an ihrer bekannten Sargdeckelform und ihren chemischen Reaktionen (Lösung in allén Säuren) leicht erkennen.

B. 3Iikroskoi»isohe Uutersucliungr.

Die mikroskopische Untersuchung dient meistens zur Vervollständigung der makroskopisclien. Sind die mit blossem Auge erkennbaren Teile eventuell unter Zuhilfenahme des Mikroskopes diagnostiziert, so werden von dem ursprtinglichen durch einander geruhrten Kot — wenn er zu hart ist, mit Beihilfe von etwas TVasser — drei Präparate angefertigt, d. h.

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